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Marisa Frank

Sophienlust 232 – Familienroman

Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht.

“Jetzt habe ich die Kinder vergessen!” Ruckartig — von dieser plötzlichen Erkenntnis getroffen — blieb Denise von Schoenecker stehen. Sie war eine noch jugendlich aussehende, gepflegte Frau. «Ich wollte für die Kleineren ein neues Märchenbuch besorgen, und den Größeren habe ich einen Fußball versprochen.”
«Dann müssen die Kinder eben bis zum nächsten Mal warten», entgegnete Frau Rennert ungerührt.
Die Heimleiterin wollte weitergehen, doch Denise von Schoenecker zögerte. “Nein”, sagte sie dann entschlossen, «ich gehe noch einmal zurück.”
Frau Rennert lächelte. Als Heimleiterin des Kinderheims Sophienlust, das Denise von Schoenecker für ihren Sohn verwaltete, wusste sie nur zu gut, was die Frau des Gutsbesitzers Alexander von Schoenecker alles für ihre Schützlinge tat. Kein Weg, keine Strapazen waren ihr zu viel, wenn es darum ging, den Kindern eine Freude zu bereiten oder für deren Wohlbefinden zu sorgen.
Die dunklen Augen der aparten Frau sahen Frau Rennert bittend an. «Wenn Sie geradeaus weitergehen, um den Springbrunnen herum, dann stoßen Sie auf das Parkcafé. Dort setzen Sie sich bitte auf die Terrasse und warten auf mich. Ich werde mich beeilen.»
“Ach nein”, wehrte die mütterliche Frau ab. “Ich begleite Sie, und dann trinken wir zusammen einen Kaffee.”
119 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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