Mozart und das Fräulein von Paradis, Otto Brües
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Otto Brües

Mozart und das Fräulein von Paradis

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„Der Hofkompositeur Mozart war ein Genie, doch ein Schlankerl auch, und was er mit die Weiber g’habt hat, seiner Bas’ oder der Hofdemelin, ich will’s gar nicht wiss’n. ›Tatata ¬– bezahle meine Geistes-Fruchtbarkeit mit meiner Gesundheit‹ hat er zum Franzl g’sagt, und ich glaub seit langem, er hat g’wußt, wie früh der Tod ihn abholt. Ja, wer kann’s einem Gezeichneten verübeln, wenn’s auch mir beinah die Haut versengt hat, dies wilde Werben …!" So berichtet „das Fräulein von Paradis" 35 Jahre nach Tod des großen Genies von ihrer Begegnung mit Mozart, die ihr Leben entscheidend geprägt hat. Die anrührende Musikererzählung nimmt ihren Ausgang von der historischen Tatsache, dass Mozart sein 18. Klavierkonzert in B-Dur, KV 456 für die blinde Pianistin Maria Theresia Paradis schrieb, und malt die Begegnung der beiden anschaulich aus. „Was ich mit dem Mozart g’habt habt’, ist ein Nichts, ein Hauch; aber aus einem Hauch ist die Welt erschaffen worden, wofern ich mich auf die biblische Geschichte versteh’." Doch an jenem Tag, als Mozart bei der jungen Frau eintrifft und sich, nach einem Streit mit Constanze, innig „ins Paradies" wünscht, scheinen ihm alle Pforten offenzustehen …AUTORENPORTRÄT Otto Brües (1897–1967) war ein deutscher Schriftsteller. In Krefeld geboren und aufgewachsen, nahm Brües ab 1916 als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Anschließend studierte er an den Universitäten Köln und Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Nach Studienabbruch 1922 war er als Redakteur beim Feuilleton der „Kölnischen Zeitung" tätig, das er ab 1934 leitete. Während des Zweiten Weltkriegs war er Offizier in der Wehrmacht. Von 1953 bis 1963 arbeitete er als Lektor für Theaterkritik an der Universität Köln, daneben schrieb er für den Kulturteil der Düsseldorfer Zeitung „Der Mittag". Ab 1955 lebte er als freier Schriftsteller. 1967 starb er in seiner Heimatstadt Krefeld, wo die Stadt Krefeld 2012 in seinem letzten Wohnhaus ein „Niederrheinisches Literaturhaus" einrichtete. Brües’ Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterkritiken, Essays, Dramen und Gedichte. Viele seiner Werke haben einen engen Bezug zu seiner rheinischen Heimat und behandeln religiöse und historische Themen.
49 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2016

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