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Britta Frey

Kinderärztin Dr. Martens Classic 12 – Arztroman

Als ihr Mann Rüdiger sie verlässt, bricht für Roxanne eine Welt zusammen. In ihrem Schmerz ist sie nahezu handlungsunfähig und vernachlässigt sich und ihre 8-jährige Tochter Jennifer. Da holt ihr Vater, Alfred Konrads, sie zu sich nach Hause und versucht, sie wieder aufzubauen. Jennifer vermisst ihren Vater und leidet sehr unter den neuen Verhältnissen, die sie sich nicht erklären kann…

Ein langer Winter mit Eis und Schnee und klirrender Kälte war den ersten Strahlen eines wunderschönen Frühlings mit seinen wärmenden Sonnenstrahlen gewichen. Die Knospen der Blätter an den Bäumen und Sträuchern begannen sich zu entfalten, und die ersten Blütenkelche öffneten sich, brachten neue Freude in die Herzen der Menschen. Auch auf Gut Westerhoff merkte man überall den Frühling. Hagen Westerhoff unternahm schon seit einigen Tagen wieder jeden Morgen vor dem Frühstück seinen Morgenritt. Er war mit seinen fünfundsechzig Jahren noch rüstig und vital, trotzdem überließ er schon seit über einem Jahr alle Angelegenheiten betrefflich des Gutes seinem Schwiegersohn. Rüdiger Knudsen, der Mann seiner einzigen Tochter Paola, verstand eine Menge von der Landwirtschaft, und Hagen Westerhoff wußte, daß er keinen besseren Nachfolger für sich und das Gut hätte finden können. Er genoß seine morgendlichen Ausritte, und in dieser Herrgottsfrühe durch die Felder. Wiesen und Wälder zu streifen, machte ihn froh und glücklich. Jetzt, im Frühling, hatte Hagen Westerhoff sehr oft einen Begleiter auf seinen Ausritten. Es handelte sich um den dreizehnjährigen Oliver, der seinen Großvater liebend gern begleitete. Schon mit acht Jahren hatte Oliver von seinem Großvater ein Pferd geschenkt bekommen, damit er sich frühzeitig an das Reiten gewöhnen konnte. Natürlich war Oliver schon zu dieser Zeit von Pferden begeistert gewesen, und so war es auch geblieben. Rüdiger Knudsen war damals damit einverstanden gewesen und stolz darauf, daß sein Sohn Tiere, insbesondere Pferde, so sehr liebte wie er selbst. Nur Paola Knudsen war nicht damit einverstanden, daß Oliver ständig ausritt. Sie liebte ihren Jungen über alles und hatte ständig Angst, daß ihrem Einzigen einmal etwas passieren könnte. Unzählige Male war es in bezug auf diesen Punkt in den vergangenen Jahren zwischen Rüdiger und ihr zum Streit gekommen, doch stets war sie machtlos geblieben. Und wenn ihr Vater ihr auch immer jeden Wunsch erfüllt hatte, so war er, was Oliver und das Reiten betraf, immer auf Rüdigers und Olivers Seite gewesen. Rüdiger Knudsen trat gerade ans Schlafzimmerfenster, und er sah Oliver und seinen Schwiegervater gerade noch vom Hof reiten. Lächelnd wandte er sich Paola zu, die sich verschlafen in den Kissen rekelte. «Man sollte es kaum für möglich halten, Liebes, aber Oliver reitet mit jedem Tag besser.
112 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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