Der neue Sonnenwinkel 83 – Familienroman, Michaela Dornberg
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Michaela Dornberg

Der neue Sonnenwinkel 83 – Familienroman

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Stella kommt unangemeldet zu ihren Eltern, allerdings nicht, um sie zu besuchen, sondern um ihnen ihre Eigentumswohnung in Berlin abzuschwatzen. Rosmarie und Heinz sollen den Mieter heraussetzen, auf Eigenbedarf klagen. Rosmarie und Heinz sind entsetzt, können das Verhalten ihrer Tochter nicht verstehen. Endlich meldet Ole sich wieder bei Simone. Sie verabreden sich, sie wird für ihn kochen, weil sie weiß, dass sie ihm damit eine Freude machen kann. Ole kommt, sie sind beide verlegen, doch dann spüren sie, dass sie noch viele Gefühle füreinander haben. Sie umarmen sich, küssen sich, sind sich ganz nahe. Dann lässt Ole die Bombe platzen, er ist in den Vorstand seines Konzerns berufen worden, hat zugesagt, und das bedeutet einen Umzug. Natürlich möchte er Simone mitnehmen. Die ist hin und her gerissen, schlägt schließlich zunächst einmal eine Fernbeziehung vor, damit sie sich auch näher kennenlernen können. Sie will auch nicht ihr Leben, in dem sie gerade erst angekommen ist, sofort wieder aufgeben. Er ist verschnupft, beleidigt. Alles ist offen. Was soll sie tun?

Der bekannte, erfolgreiche und sehr geschätzte Notar Dr. Heinz Rückert gehörte nicht unbedingt zu den spontanen Menschen. Deswegen war er jetzt auch ein wenig sauer auf seine Ehefrau Rosmarie. Sie hatten mit ihren Hunden Beauty und Missie einen Spaziergang machen wollen. Eigentlich wären sie auch längst schon unterwegs gewesen, wenn Rosmarie nicht plötzlich diese Anwandlungen gehabt hätte von diesem merkwürdigen Gefühl, das sie plötzlich zögerlich werden ließ. In seiner Welt kam so etwas nicht vor, das war ­blanker Unsinn, und deswegen konnte er auch nicht nachvollziehen, was da mit ihr los war. Er liebte seine Rosmarie wirklich über alles. Doch mit diesen Anwandlungen kam er einfach nicht klar. Das war früher wesentlich einfacher gewesen, da war es lediglich um Geld gegangen, um das sie sich glücklicherweise keine Sorgen machen mussten. Na ja, wenn er ehrlich war, war ihm die Rosmarie von heute schon lieber, denn für die hatte er nach vielen Jahren Ehe, die nicht mehr als eine funktionierende Zweckgemeinschaft gewesen war, seine Liebe entdeckt. Er warf ihr einen Blick zu, Rosmarie schien wie erstarrt. Er schüttelte voller Nichtbegreifen den Kopf. «Rosmarie, entspann dich. Es wird der Briefträger sein, der geklingelt hat.» Er würde ihm jetzt die Tür öffnen, die Post in Empfang nehmen, was nicht zwingend notwendig war, denn die hätte er auch in den Briefkasten stecken können. Heinz vermutete, dass Meta diesem Mann einen Kaffee servierte, ein anderes Getränk. Sie hatte davon gesprochen, und dagegen war auch überhaupt nichts einzuwenden. Diesmal musste der Mann enttäuscht von dannen ziehen, denn er wollte so etwas gar nicht erst einführen. Er wollte endlich los! Wie auch immer, entweder kam Rosmarie gleich mit, oder er würde sich die beiden Hundedamen schnappen und mit ihnen allein losziehen, wenngleich es mit Rosmarie an seiner Seite natürlich unterhaltsamer wäre.
126 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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