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Michaela Dornberg

Der neue Sonnenwinkel 9 – Familienroman

Vor Robertas Haustür liegt ein neugeborenes Mädchen, Adrienne. Roberta und Alma sind vollkommen aus dem Häuschen, aber auch überfordert. Da erweisen sich Inge Auerbach und Teresa von Roth als sehr hilfreiche Engel. Bea und Alex befinden sich auf einem sehr guten Weg. Er zerstreut mehr und mehr ihre Zweifel, keine neue Bindung eingehen zu dürfen, solange die alte formal noch nicht beendet, wenn auch endgültig gescheitert ist. Bea ist jetzt tatsächlich glücklich mit Alex. Plötzlich ruft Horst an mit einer erstaunlichen Neuigkeit. Er drängt auf ein schnelles Ende ihrer Ehe. Horst ist sogar bereit, sehr viel Geld dafür zu zahlen. Eine halbe Million! Inge und Werner frühstücken gemeinsam. Ihre Harmonie kennt keine Grenzen mehr. Werner ist bereit, sein altes Leben aufzugeben. Inge ist sprachlos vor Glück.

Am liebsten wäre Doktor Roberta Steinfeld auf das Mädchen zugelaufen, hätte die Kleine ganz fest in die Arme genommen und ihr gesagt, dass sie sich doch nicht so quälen sollte.

Sie blieb wie angewurzelt stehen.

Bambi Auerbach, die sich künftighin nur noch Pam nennen wollte. Das war die Abkürzung ihres eigentlichen Namens Pamela.

Sie bot ein Bild des Jammers, wie sie blass, angespannt und mit leerem Blick auf ihrem Stuhl saß, das Fotoalbum mit Bildern ihrer leiblichen Eltern fest an sich gepresst, als könne sie daran den Halt finden, der ihr verloren gegangen war.

Oh, es war schon nachvollziehbar, dass ihr der Boden unter den Füßen weggebrochen war, als sie zufällig und das in aller Öffentlichkeit, in einem Eiscafé, erfahren musste, dass sie keine Auerbach war, sondern dass man sie adoptiert hatte.

Sie, die sich für eine Auerbach durch und durch gehalten hatte, war aus ihrer Wohlfühlwelt herausgerissen worden.

Roberta konnte dem Himmel nur immer wieder danken, dass sie Pam — es fiel ihr schwer, sie so zu nennen — zufällig mitten in der Nacht gefunden hatte, als sie von einem späten Patientenhausbesuch kam. Sie hatte sie mitgenommen, und nun war sie also bei ihr, weil sie ihre vermeintlichen Eltern nicht mehr sehen wollte. Und selbst Ricky, ihrer Schwester, war es nicht gelungen, einen Draht zu Pamela zu bekommen.

Alles war anders geworden.

Aber es war kein Zustand, der anhalten konnte. Pam musste zur Schule, und auf ewig konnte sie nicht schmollen.

Welch ein Glück, dass die Auerbachs überhaupt zugestimmt hatten, dass ihre jüngste Tochter, die sie über alles
117 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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