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Elisabeth Bürstenbinder

Am Altar

Diese Ausgabe von “Am Altar” wurde mit einem funktionalen Layout erstellt und sorgfältig formatiert.
Aus dem Buch:
«Der Herbstmorgen war grau und trübe. Der Nebel lagerte noch feucht und dicht auf der Erde, er hing in schweren Tropfen an den dunklen Tannenzweigen und deckte als leichter weißer Reif den Boden der kleinen Waldlichtung, die inmitten der umfangreichen S.'schen Forsten lag. Am Rande der Lichtung stand ein junger Bursche von vielleicht sechszehn oder siebzehn Jahren in der groben Uniform, wie sie die Leute des königlichen Försters gewöhnlich trugen, eine gedrungene kräftige Gestalt, die Jagdtasche an der Seite, das Gewehr auf der Schulter. Er schien augenblicklich jedoch keine Jagdzwecke zu verfolgen, sondern stand ruhig an einen Baum gelehnt und blickte mit gleichgültiger Miene in den Wald hinaus, als ein fernes Geräusch seine Aufmerksamkeit erregte. Es klang wie der Galopp von Pferden, der immer näher kam und in einiger Entfernung von der Wiese plötzlich aufhörte; statt dessen vernahm man Fußtritte, gedämpfte Stimmen wurden laut, Sporen klirrten; gleich darauf rauschten die Gebüsche und mehrere Officiere traten auf den freien Platz…»
Elisabeth Bürstenbinder (1838–1918) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie schrieb unter dem Pseudonym E. Werner. Zeitgenossen galt Elisabeth Bürstenbinder als «unbestrittene Beherrscherin der Damenlektüre».
309 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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