Der neue Sonnenwinkel 22 – Familienroman, Michaela Dornberg
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Michaela Dornberg

Der neue Sonnenwinkel 22 – Familienroman

Vor Robertas Haustür liegt ein neugeborenes Mädchen, Adrienne. Roberta und Alma sind vollkommen aus dem Häuschen, aber auch überfordert. Da erweisen sich Inge Auerbach und Teresa von Roth als sehr hilfreiche Engel. Bea und Alex befinden sich auf einem sehr guten Weg. Er zerstreut mehr und mehr ihre Zweifel, keine neue Bindung eingehen zu dürfen, solange die alte formal noch nicht beendet, wenn auch endgültig gescheitert ist. Bea ist jetzt tatsächlich glücklich mit Alex. Plötzlich ruft Horst an mit einer erstaunlichen Neuigkeit. Er drängt auf ein schnelles Ende ihrer Ehe. Horst ist sogar bereit, sehr viel Geld dafür zu zahlen. Eine halbe Million! Inge und Werner frühstücken gemeinsam. Ihre Harmonie kennt keine Grenzen mehr. Werner ist bereit, sein altes Leben aufzugeben. Inge ist sprachlos vor Glück.

Ein uniformierter Polizist vor der eigenen Haustür. Da gingen einem viele Gedanken durch den Kopf.

Habe ich falsch geparkt? Bin ich zu schnell gefahren?

Ist etwas Schreckliches passiert?

Nein, dieser Gedanke kam Inge Auerbach überhaupt nicht. Sie hatte zwar glücklicherweise persönlich eine solche Erfahrung nicht machen müssen, doch aus den Fernsehfilmen wusste man ja, dass in solchen Fällen immer zwei Beamte in Zivil vor der Tür standen, um die Nachricht zu überbringen.

Außerdem, hier war alles anders, dieser Polizist stand ja nicht einmal vor der Haustür, sondern kam durch den Garten gelaufen und fotografierte.

Inge erholte sich sehr schnell von ihrer Überraschung.

“Was tun Sie in meinem Garten, und warum fotografieren Sie?”, herrschte sie den Mann an.

Der kam seelenruhig näher.

“Frau Auerbach?”, erkundigte er sich.

Inge nickte bestätigend. Der Mann war ihr unangenehm, und sie hatte ihn auch noch nie gesehen. In der Siedlung gab es keine eigene Polizeistation, die befand sich in Hohenborn. Und da tummelten sich die Polizeibeamten auch nicht. Die Anzahl war überschaubar, und wenn es auch keine persönlichen Kontakte gab, so kannte man sich doch vom Sehen.

«Schön, dass ich Sie doch noch antreffe. Ich bin Kommissar Lehmann», stellte er sich vor.

«Schön, aber Sie haben meine Fragen noch nicht beantwortet, Herr Lehmann.»

Er war ein unangenehmer Mensch. Inge konnte das nicht an etwas festmachen, sie fühlte es. Es konnte sein, dass es aber auch an seinem stechenden, kalten Blick lag.

«Ach so, ja, nun, dass ich hier bin, das ist eine reine Präventionsmaßnahme. Kollegen und ich kontrollieren die ganze Siedlung und beraten die Bewohner, wie sie sich
118 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2018

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