An eine Geliebte – Briefe für Joie, Rudolf G. Binding
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Rudolf G. Binding

An eine Geliebte – Briefe für Joie

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186 Druckseiten
Während seiner beiden Ehen hatte Rudolf G. Binding stets Geliebte. Während seiner Ehe 1900–1919 mit Helene Wirsing war etwa Eva Connstein jene “persona grata”. Für sie entstanden die “Briefe an eine Geliebte”. In dem Jahre 1909 noch zart-keusch und unterbrochen von prosaischen Gedichten – ab Herbst 1910 dann weniger keusch – durchdrungen von körperlicher Sehnsucht. Binding schafft es meisterhaft, alles Schöne und Sonntägliche der Geliebten zuzuordnen – während für seine Frau der Alltag bleibt.

Rudolf Georg Binding, meist Rudolf G. Binding (1867–1938), war ein deutscher Schriftsteller. Rudolf Binding wurde als Sohn wohlhabender Eltern in Basel geboren; nach Zwischenstationen in Freiburg im Breisgau und Straßburg siedelte Binding 1873 mit seiner Familie nach Leipzig über, wo er wohlbehütet aufwuchs. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er bis 1935 in Buchschlag bei Frankfurt am Main, danach bis zu seinem Tod in Starnberg. Binding studierte Rechtswissenschaften und Medizin in Tübingen, Heidelberg und Berlin. Im Ersten Weltkrieg wurde er Rittmeister und dann Stabsoffizier.Nach dem Krieg veröffentlichte Binding als freier Schriftsteller seine ersten Werke, die in erster Linie aus Kurzgeschichten, Novellen, autobiografischen Erzählungen und Legenden bestanden. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Autobiografie “Erlebtes Leben”, die wie viele seiner Werke stark von seinen Kriegserlebnissen geprägt ist, sowie die Novelle “Moselfahrt aus Liebeskummer” und die philosophischen Dialoge «Die Spiegelgespräche”, beide 1932 entstanden. Seine Werke waren in der Zeit der Weimarer Republik und auch in der Zeit des Nationalsozialismus populär und angesehen. Für das NS-Regime war Binding, der einer elitären und großbürgerlichen Autorenschicht angehörte, ein wichtiges Propagandainstrument. Binding selbst, im Grunde ein unpolitischer Autor, ließ sich als Aushängeschild einsetzen, obwohl er Vorbehalte gegenüber dem nationalsozialistischen «Radaupöbel” hegte. Der Schweizer Publizist Armin Mohler zählt Binding zu den Autoren der sogenannten Konservativen Revolution. Am 4. August 1938 starb Binding im Alter von 70 Jahren in Starnberg an Tuberkulose.
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