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Viola Maybach

Der kleine Fürst 277 – Adelsroman

Viola Maybach´s Topseller. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten «Der kleine Fürst» nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen.

Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie «Der kleine Fürst» in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt “Das Tagebuch der Christina von Rothenfels”, “Rosenweg Nr. 5”, «Das Ärztehaus” und eine feuilletonistische Biografie. «Der kleine Fürst” ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.

«Wieso habe ich nicht schon viel früher bei euch Urlaub gemacht?», fragte Johannes von Dreesen beim sonntäglichen Frühstück im Schloss. Er war mit Baronin Sofia und Baron Friedrich von Kant allein — die drei Teenager Anna, Konrad und Christian schliefen sich am Wochenende gründlich aus. Vor dem sehr späten Vormittag war mit ihnen nicht zu rechnen. “Wir haben dich oft genug eingeladen”, erwiderte die Baronin lächelnd. «Aber dich hat es doch immer mehr in die Ferne gezogen, was ich im Übrigen gut verstehen kann. Wenn man jung ist, will man die Welt sehen. Später hat man Verpflichtungen, von denen man sich nicht mehr ohne weiteres frei machen kann.” “Da ist was dran”, gab Johannes zu. Er war lang, dünn und blond, dazu sehr lebhaft. Alles an ihm schien ständig in Bewegung zu sein, es fiel ihm schwer, längere Zeit still zu sitzen, ganz so, als wäre er der unruhigen Teenagerzeit noch nicht entwachsen. Dabei war er einen Monat zuvor achtundzwanzig Jahre alt geworden. Bei den Mahlzeiten freilich saß er für seine Verhältnisse fast bewegungslos da. Er erklärte es damit, dass er die außergewöhnliche Kochkunst der mittlerweile durchaus berühmten jungen Schlossköchin Marie-Luise Falkner nicht durch zu wenig Aufmerksamkeit beleidigen wollte. Er war ein junger Mann, der die schönen Seiten des Lebens genoss, der meistens guter Dinge war und seine Freunde im Schloss mit allerlei Anekdoten aus seinem abwechslungsreichen Berufsalltag als Lehrer an einem Gymnasium — für Geschichte und Englisch — unterhielt. Schon lange war im Schloss nicht mehr so viel gelacht worden wie während seines Besuchs. In Johannes' Gesicht schien nichts zusammenzupassen: Die Nase war etwas schief, der Mund zu groß, das Kinn zu eckig. Nur die Augen waren perfekt, von tiefem Blau und so ausdrucksvoll, dass man sich ihrem Blick nur schwer entziehen konnte.
93 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2021

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