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Johann Wolfgang von Goethe

Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand

Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand ist ein Schauspiel in fünf Aufzügen von Johann Wolfgang von Goethe. Das Stück gilt als das bekannteste Werk des Sturm und Drang. Als Vorbild der Hauptfigur galt der fränkisch-schwäbische Reichsritter Gottfried «Götz» von Berlichingen zu Hornberg (genannt “mit der Eisernen Hand”). Götz entstammt der mittelalterlichen Welt des Faust— und Fehderechts, agiert aber auch Stände übergreifend, indem er den Bauern hilft. Mit seiner Figur stößt das auf gewachsenem Naturrecht und Treue gegründete freie Rittertum auf die dem abstrakten römischen Recht verpflichtete Welt des intriganten Adels. Goethes Götz beweist zwar einen die historischen Konventionen überwindenden Charakter, seine auf individueller Unabhängigkeit einerseits und persönlicher Loyalität andererseits basierende Utopie einer idealen Monarchie lassen ihn jedoch in Konflikt mit der gerade entstehenden bürgerlichen Gesellschaft geraten. So kämpft Götz von vornherein auf verlorenem Posten. Resigniert muss er letztlich feststellen: Freiheit gibt es nur im Jenseits, die Welt aber ist ein Gefängnis.
112 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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