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Karina Kaiser

Sophienlust – Die nächste Generation 5 – Familienroman

Bei einem Besuch bei ihren Eltern lernt Sophienlusts neue Erzieherin Rosita Wellner die kleine Moni kennen, das Kind ihrer Cousine. Schnell stellt sich heraus: Das Mädchen führt das Leben eines Aschenputtels, steht ganz im Schatten ihres jüngeren Bruders. Rositas gutes Herz siegt: Sie nimmt Moni für den Urlaub bei sich auf, sodass die Kleine in Sophienlust endlich mit gleichaltrigen Kindern spielen kann. Gleichzeitig kontaktiert sie Monis leiblichen Vater, den Förster Stefan Siebrandt. Der will sich am liebsten vor der Verantwortung drücken, doch er hat nicht mit Rositas Temperament gerechnet …

Es war Sommer. Auf Gut Schoeneich, das mit Sophienlust durch eine Straße verbunden war, herrschte Hochbetrieb. Doch für den Gutsherrn Alexander von Schoenecker war es kein so schöner Tag. Ein Mähdrescher musste repariert werden, einige Kühe waren ausgebrochen und konnten erst nach längerer Suchaktion ausfindig gemacht und auf die Weide zurückgetrieben werden, und schließlich hatte es auch noch eine Auseinandersetzung mit einem der Saisonarbeiter gegeben, der der Meinung gewesen war, um fünf Uhr nachmittags sei sein Dienst zu Ende, obwohl es noch ein ganzes Feld abzuernten gegeben hatte. Inzwischen war es Abend geworden. Verschwitzt, hungrig und durstig fuhr der Herr von Gut Schoeneich mit seinem Geländewagen nach Hause, darauf hoffend, dass er nach Dusche und einem reichhaltigen Abendessen den Tag mit seiner geliebten Frau Denise angenehm ausklingen lassen konnte. Zu seinem Verdruss war Denise jedoch gar nicht da. Sein Abendbrot bekam er natürlich dennoch. Dafür sorgte die Wirtschafterin. Doch gerade heute hätte Alexander so gern mit seiner Frau beim Essen geplaudert und sich dabei entspannt. Nun, das wurde also wieder einmal nichts. Und so saß Alexander später in der Bibliothek bei der Tageszeitung und einem Glas Rotwein und ärgerte sich — was eigentlich ganz gegen sein sonst immer so ausgeglichenes Naturell war. Und dieser Ärger traf Denise, als sie gegen zwanzig Uhr den Lieblingsraum ihres Mannes betrat. «Es ist ja schön, dass meine Frau endlich nach Hause kommt», knurrte er. «Ich habe schon angenommen, du übernachtest in Sophienlust und denkst nicht mehr daran, dass du hier einen Mann hast, der dich sehnsüchtig erwartet.» “Aber Alex, nun sei doch nicht gleich so ungehalten”, erwiderte sie beschwichtigend und setzte sich zu ihm. «Drüben gab es einfach viel zu tun. Die Kinder haben Schulferien bekommen.
91 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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