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Konrad Alberti

IM SUFF

Diese Ausgabe von “Im Suff” wurde mit einem funktionalen Layout erstellt und sorgfältig formatiert.

Aus dem Buch:

«LEHMANN. Hähä! Nee — eich weeß nich … chchfft … ob de Verrickten denn gor nich emol a bissel verninftig sei kennten!…

KRAWUTSCHKE. Sie sind's — meine Freunde!… Zieht die Uhr aus der Tasche, eine alte, abgegriffne Spindel, der man's ansieht, daß sie schon oft im Leihhaus war. Joa, 's is de Stunde! … wartet nur eenen eenzigen kleenen Ochenblick … nur 'ne kleene Härzensstärkung vorher, dann geheer' ich eich, meine Lieblinge! … äähhmm!… Er geht ins Ärztezimmer. Der Lärm wird toller. Man hört Anglers Stimme. «Teremtete verläg' ich nich Sch-ßkerls solche wie Schiller und Goethe, verläg ich nur vornämmes Literatur!» Abramsen piepst dazwischen. «Ruhig ihr Swinegels, 's wird mer mieß vor euch!»

LEHMANN haut gegen die Tür. Ääster verfluchte, wullt a de Fresse hoalen! Mieze fängt wieder an zu krähen. Das Fruvolk is noch ärger! Schlägt gegen die andere Tür. H-npakasche Obster stille seids drinne!"

Konrad Alberti (1862–1918) war ein deutscher Schriftsteller, Biograf, Literaturhistoriker und Chefredakteur der Berliner Morgenpost.
53 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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