Sophienlust 130 – Familienroman, Korten Aliza
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Korten Aliza

Sophienlust 130 – Familienroman

Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht.

“Endlich”, sagte Andrea von Lehn aufatmend, als sie draußen einen Wagen vorfahren hörte. Sie lief vors Haus, um ihren Mann zu begrüßen.
Dr. Hans-Joachim von Lehn wirkte müde und niedergeschlagen. Das war ungewöhnlich, denn er war jung und lebensfroh. Im allgemeinen machte ihm ein gerütteltes Maß an Arbeit nichts aus. Außerdem liebte er seinen Beruf. Schon sein Vater war Tiermediziner gewesen. Von ihm hatte er die große Praxis übernommen.
«Du kommst reichlich spät», sagte Andrea, wobei sie ihren Mann umarmte. “Ich habe mir schon Sorgen gemacht. So weit ist es doch gar nicht nach Karlshof.”
Der Tierarzt strich seiner blutjungen Frau liebevoll über das dunkle Haar. Andrea sah fast noch wie ein Schulmädchen aus und war doch bereits die Mutter eines kleinen Buben, der in seinem Zimmer brav schlief, das Däumchen im Mund.
“Mir passiert schon nichts, Andrea”, erwiderte Hans-Joachim leise. “Ich bin aufgehalten worden. Das ist alles.”
Andrea zog ihn an der Hand ins Haus, wo der Abendbrottisch schon lange wartete. Betti trug gleich das Essen auf und entschuldigte sich verlegen, dass der Salat leider zusammengefallen sei.
“Lass nur, Betti, das schadet nichts”, tröstete der blonde Hausherr das tüchtige Mädchen. “Es gibt wahrhaftig Schlimmeres auf der Welt, als einen zusammengefallenen Salat.”
120 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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