Marquis de Sade, Jürgen Wolter
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Jürgen Wolter

Marquis de Sade

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'Ich bin vollkommen überzeugt, daß es nicht das Objekt der Lust, sondern die Idee des Bösen ist, die uns bewegt', sagte einst Donatien Alphonse François des Sade und diese Einstellung wird in all seinen Werken deutlich. Als Libertin ging es Sade darum, die Grenzen des Anstandes und des Geschmacks zu überschreiten, Tabus zu brechen und sich eine Welt grenzenlosen Lustgewinns zu schaffen. In seinen Büchern beschreibt er die tiefsten Abgründe des Menschen und läßt dabei nichts aus: Analverkehr/Sodomie, Oralsex und Flagellation gehören da noch zu den harmloseren Spielarten, die die Phantasie des Adligen hervorbrachte; überboten werden diese von extremsten Perversionen aller Art: Blasphemie, Inzest, Infibulation [Zunähen von Geschlechtsteilen], Folter, Zoophilie [Sex mit Tieren], Ophresie [Lust an ekelerregenden Gerüchen], Urophilie [Lust an Urin], Koprophilie [Lust an Kot] und Koprophagie [Essen von Kot], Anthrophagie [Essen von Menschenfleisch] und Nekrophilie [Sex mit Leichen] sind nur eine Auswahl dessen, was den Leser bei Sade erwartet Dennoch: Das Leben des perversen de Sade war höchst interessant, und nicht alles, was er sich an sexuellen Perversionen und Grausamkeiten ausdachte und niederschrieb, hat er live erlebt. Nicht umsonst jedoch wurde jene sexuelle Anomalie nach ihm benannt, bei der durch Schmerzzufügung Lust entsteht Fazit: Ob de Sade nun total verrückt oder genial war, muß jeder selbst entscheiden interessant sind sein Leben und Werk, die hier vorgestellt werden, allemal!
219 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2009

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