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Christine von Bergen

Der Wilde Kaiser 3 – Heimatroman

“Hier ist die Post”, sagte die Hintergruber-Zenzi und legte Graf Hubertus von Wildschönau einen Stapel Briefe auf den Schreibtisch. “Dank' dir, Zenzi”, antwortete der Graf zerstreut, der gerade an einem Gutachten über ein Gemälde aus dem Mittelalter arbeitete. “Das Essen ist schon seit einer Viertelstunde fertig”, erinnerte ihn die altgediente Haushälterin in ermahnendem Ton. “I ess' heut Mittag nix”, murmelte Hubertus. Da stemmte die Zenzi ihre Hände in die Hüften. «Sie müssen was essen, Graf. A Mannsbild in Ihrem Alter muss a bissl Speck auf den Rippen hab'n.” Verblüfft blickte der Graf hoch und musste herzlich lachen. «Was soll denn das heißen, Zenzi?” “No ja, net, dass Sie vor lauter Arbeit abnehmen, und i kann all Ihre Hosen enger machen”, erwiderte die Haushälterin, die schon bei der Großmutter des Grafen von Wildschönau gedient hatte. “I glaub' net, dass diese Gefahr ernsthaft besteht, liebe Zenzi”, tröstete Graf Hubertus sie. «Dafür kochst du viel zu reichhaltig.” “Wenn Sie's sagen …», murmelte die Hintergruber-Zenzi wieder etwas versöhnt. “Aber dann essen S' heute Abend die doppelte Portion. “ “Versprochen”, rief Hubertus von Wildschönau ihr lachend hinterher. Er schüttelte schmunzelnd den Kopf. Die gute alte Zenzi… Nachdem die Hintergruber-Zenzi die Kassettentür seines Kabinettls, wie der Graf sein Büro liebevoll nannte, hinter sich geschlossen hatte, wandte sich Hubertus von Wildschönau dem Poststapel zu.
84 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2013

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