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Liebe Leserin, lieber Leser!

Das Violoncello wurde zum Instrument des Jahres 2018 gewählt. Als ich dies las, löste schon die bloße Information Freude aus, denn Ziel dieser “Auszeichnung” ist es, mit vielen begleitenden Aktionen Interesse für das jeweilige Instrument und seine Bedeutung zu wecken. Wunderbar – es wird demnach überall vermehrt Konzerte geben, in deren Zentrum die Klangwärme dieses Instruments steht! Heute ist es für uns fast unvorstellbar, dass es über viele Jahre Frauen verboten war, öffentlich Cello zu spielen. Und doch war es so.

Lise Cristiani (1827–1853) aber wagte es 1844 in Paris, die Musikwelt auf den Kopf zu stellen und füllte nach anfänglichem Aufruhr die Konzertsäle in ganz Europa. Es dauerte dennoch über ein Jahrhundert, bis Cellistinnen wegen ihrer Virtuosität am Instrument und nicht wegen ihres Geschlechts von der Musikwelt wirklich wahrgenommen wurden. Für die Sängerin Simin Tander sind Musik und Leben untrennbar verbunden. Ihre Stimme, der schon mehr als einmal das Etikett “Sehnsucht” angehängt wurde, erinnert in ihrer Wärme, Kraft und leisen Melancholie an den Klang eines Cellos, das gekonnt und voll inniger Freude gespielt wird.

Sich wie einst Lise Cristiani gegen Widerstände zu behaupten, davon kann auch der Grafiker, Jurist und Beuys-Gefährte Klaus Staeck mehrere “Lieder singen”.

Er gehört zu jenen Zeitgenossen, die es nie einfach nur hingenommen haben, wenn etwas gesellschaftlich in Schieflage geraten ist.

Nein. Er hat sich eingemischt, den Finger in die Wunde gelegt, und stets deutlich Position bezogen – bis heute.

Und er hat einen Gedanken formuliert, der uns durchs Jahr 2018 und all seine Herausforderungen begleiten kann: «Vielleicht bin ich verrückt, indem ich die Wirklichkeit zwar akzeptiere, aber meinen verwegenen Glauben an die Vernunft behalte.»

Und so wünschen wir einen klangvollen und zudem einen verrückten und verwegenen Februar!

Ihre Maria A. Kafitz
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