Der Palast der blütenweißen Stinktiere, Reinaldo Arenas
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Reinaldo Arenas

Der Palast der blütenweißen Stinktiere

Eine Kleinstadt in Kuba, 1957, kurz vor der Revolution. Der junge Fortunato will sich den Rebellen anschließen, wird, als er sich eine Waffe besorgen will, gefasst, gefoltert, auf der Flucht erschossen, aufgehängt. Zuvor hatte er im Laden des Großvaters Einwickelpapier gestohlen, um darauf einen Roman zu schreiben: die Geschichte seiner Familie.
Das kann kein ruhiger Bericht werden, die Verhältnisse sind nicht danach. In qualvoller Enge drängen sich drei Generationen in einer kleinen Hütte im Dunstkreis einer Guavenfabrik. Alle wollten sie einmal ausbrechen, alle wurden sie zurückgeschleudert ins immer gleiche, ausweglose Elend. Fortunato schreibt das alles auf, den Hass und die Verbitterung, aber auch die Träume – alles, was jeden Einzelnen bewegt. Er kriecht in seine Figuren hinein, verwandelt sich ihnen an, wie ein Besessener folgt er jeder Bewegung, leidet, lebt, stirbt mit seinen Figuren, um wenigstens schreibend der Alternative zu entrinnen, die in Wahrheit keine ist: Wahnsinn oder Tod.
Ein Chaos der Leidenschaften tut sich auf, der Leser wird hineingerissen in wechselnde Perspektiven – ein atemloser Bericht aus dem Untergrund sozialer Revolutionen.
Den wild gemachten Fantasien der Unterdrückten gibt Arenas Ausdruck, weil er ihnen nicht die Zügel einer realistischen Erzählweise anlegt.

Von Reinaldo Arenas außerdem in der Edition diá:

Engelsberg. Roman
Aus dem kubanischen Spanisch von Klaus Laabs
ISBN 9–783–86034–528-3

Reise nach Havanna. Roman in drei Reisen
Aus dem kubanischen Spanisch von Klaus Laabs
ISBN 9–783–86034–519-1

Rosa. Roman in zwei Erzählungen
Aus dem kubanischen Spanisch von Klaus Laabs
ISBN 9–783–86034–520-7

Wahnwitzige Welt. Ein Abenteuerroman
Aus dem kubanischen Spanisch von Monika López
ISBN 9–783–86034–530-6
407 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2013

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