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Hans Fallada

Anton & Gerda

Diese Ausgabe von “Anton & Gerda” wurde mit einem funktionalen Layout erstellt und sorgfältig formatiert.
«Auf einem dieser Sofas saß ich, meilenweit entfernt von den anderen Tischen, so daß ich nicht erkennen konnte, wer dort war. In den Gläsern schalte schaumloser Sekt. Zwei Gläser standen vor mir. Und ich bemerkte plötzlich, daß ich nicht allein war, sondern neben mir saß starr, mit tief gesenkten Lidern, eine meiner früheren Schreibdamen. Während ich sie noch rätselnd anschaute, wurden ihre Arme mit einem Ruck wie an Schnüren zur Decke gerissen; schon saß sie auf meinem Schoß. Straff gekreist riß sich ihr Mund auf, ihre Kleider klafften auseinander, und ich sah zwischen ihren Brüsten abwärts über den Nabel fort einen Streif wolligen Vließes, der sich zwischen den Schenkeln verlor. Dann sagte sie, daß sie Austern wolle.»
Hans Fallada (1893–1947) war ein Künstler der Neue Sachlichkeit. Er orientiert sich an der Realität, auf die damalige Gesellschaft und auf deren Probleme ein, z. B. die Armut vieler Menschen. Die Voraussetzung dafür war ein kritischer Blick auf die damalige Gegenwart. Die Umgebung wurde nüchtern und realistisch dargestellt. Die soziale, politische und wirtschaftliche Wirklichkeit der Weimarer Republik, die Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges und die Inflation waren beliebte Motive. Die Themen, die die Gesellschaft bewegten, fanden sich in der Literatur wieder.
261 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2018

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