Der Bergpfarrer 212 – Heimatroman, Toni Waidacher
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Toni Waidacher

Der Bergpfarrer 212 – Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. “Der Bergpfarrer” wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie “Irrlicht” und “Gaslicht” erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

“Guten Morgen, Burgl. Gut geschlafen?” Sepp Leitner warf seiner langjährigen Haushälterin, die, in der Zeitung blätternd, am Frühstückstisch saß, einen prüfenden Blick zu. Dann ließ er sich, ohne weiter auf Burgls Antwort zu warten, neben einem Korb mit munter durcheinander wuselnden Hundewelpen auf der Eckbank nieder und begann, mit seinem Kaffeehaferl zu klappern. Ächzend erhob sich Burgl Anthuber und schenkte Sepp seinen Milchkaffee ein. Der Leitner-Bauer ergriff sofort die günstige Gelegenheit, um die Zeitung an sich zu bringen. Gerade wollte er anfangen zu lesen, als eine schwarze Katze mit weißem Brustfleck in einem Satz über den Welpenkorb hinweg auf seinen Schoß sprang und schnurrend ihren Kopf an seinem Arm rieb. Burgl nutzte die Gunst des Augenblicks, um sich die Zeitung wieder zu schnappen und sie erneut neben ihren Teller zu legen. “Danke der Nachfrage”, sagte sie. «Schlecht hab' ich geschlafen. Furchtbar schlecht. Obwohl ich hundemüde war von der vielen Arbeit hier auf dem Gnadenhof, bin ich mitten in der Nacht aufgewacht und hab' stundenlang kein Auge mehr zugetan vor Herzklopfen. Und das nur, weil ich von der Christine geträumt hab.” Sie machte eine kleine Pause, doch Sepp schwieg beharrlich. Nur Muschi, die Katze, schnurrte noch ein wenig lauter, während er sie mit seinen schwieligen, verarbeiteten Fingern zwischen den Ohren kraulte. “Ein kleines Madl ist sie auf einmal wieder gewesen, die Christine”, fuhr Burgl schließlich fort. «Und hier auf dem Leitner-Hof war sie. Bei allen unseren Viecherln.
102 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2018

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