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Günter Neuwirth

Neumondnacht

Nach ERDENKINDER der zweite Roman mit der Kriminalbeamtin aus Steyr, Christina Kayserling. Diesmal sind die Ermittlungen besonders „delikat“: Der Tote wird in einer Wurst— und Fleischlagerhalle gefunden, und er ist deren Besitzer: ein Fleischlieferant, der kurz zuvor in einen wütenden Disput mit dem Chefkoch eines Nobelrestaurants verwickelt war. So scheint es ziemlich klar, wer als Hauptverdächtiger gilt. Doch sehr rasch stellt die Polizistin fest, dass der Tote genug Feinde hatte, um die Ermittlungen in alle Richtungen ausdehnen zu müssen. Auf dem Weg nach oben war er wenig rücksichtsvoll, sein eigener Sohn hat ihn gehasst, und welche Rolle spielt eigentlich die zweite Ehefrau des Toten, deren psychische Probleme kein Geheimnis sind? Dann schiebt sich allmählich die militante Gruppe der „Anti— Fleisch-Liga“ ins Bild, Tierschützer, für die ein Menschenleben vielleicht keinen besonderen Wert hat. Günther Neuwirth schafft es, Menschen aus Fleisch und Blut darzustellen, denen man jedes Wort glaubt — bis man merkt, dass man dem Autor schon wieder in die Falle gegangen ist und dass Schein und Wahrheit zwei verschiedene Dinge sind.
349 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2013

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