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Simone Aigner

Sophienlust – Die nächste Generation 29 – Familienroman

Der kleine Leon kommt nach Sophienlust, weil sein verwitweter Vater, der Arzt Dr. Fabian Gerlach, in den nächsten Monaten öfter nachts in der Klinik gefordert sein wird. Doch Leon hat Eingewöhnungsprobleme. In ihrer liebevollen Art kümmert sich Schwester Regine ganz besonders um den Kleinen. So kommt es, dass sich die beiden Erwachsenen kennenlernen, denn natürlich besucht Fabian seinen Sohn regelmäßig. Beide finden sich sympathisch — doch sowohl Regine als auch Fabian tragen an der Bürde vergangener Ereignisse und Erinnerungen, die es ihnen fast unmöglich macht, sich zu einer neuen Partnerschaft zu bekennen …

Dr. Fabian Gerlach legte behutsam den mobilen Hörer des Telefons zurück auf den Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer. Das durfte doch nicht wahr sein! Nun hatte er extra die Assistenzarzt-Stelle an der Klinik in Maibach angenommen, weil sich die abgesprochenen Arbeitszeiten gut mit der Betreuung seines fünfjährigen Sohnes Leon vereinbaren ließen, und kaum war er drei Monate an der Klinik beschäftigt, wurde kurzfristig der Dienstplan geändert. Nun hatte ihn eben Professor Doktor Christoph Kolhaas persönlich angerufen, um ihm mitzuteilen, dass er ab nächster Woche für die Dauer von geschätzten zwei Monaten für häufige Nachtdienste eingeteilt werden würde. Er bedauere das sehr, aber es ginge nicht anders. Jeglichen Protest von Fabian hatte der Professor im Keim erstickt und sich auf eine Notsituation berufen. Überraschenderweise waren ihm zwei Ärzte ausgefallen. Natürlich würde er sich um adäquaten Ersatz bemühen, aber einige Wochen würde es schon dauern. Gute Ärzte standen ja nicht an der Kliniktür Schlange. Fabian konnte es nicht fassen. Wofür war er eigentlich von München hierhergezogen? Doch genau um diese Nachtdienste zu vermeiden! Immer wieder war es ihm im Klinikum München passiert, dass er kurzfristig eine Nachtschicht hatte übernehmen müssen, und dann hatte er Mühe und Not gehabt, jemanden zu finden, der auf Leon aufpasste. In München war ihm Charlotte, das Nachbarsmädchen, stets eine große Hilfe gewesen. Da sie sehr fleißig für das anstehende Abitur gelernt und deswegen auch privat kaum etwas unternommen hatte, war meist sie eingesprungen. Allzu oft hatte er sie spontan um ihre Unterstützung bitten müssen. Wohlgefühlt hatte er sich dabei nicht. Abgesehen davon hatte Charlotte geplant, nach dem Abitur in Leipzig oder Berlin zu studieren, womit sie als Betreuung für Leon dann ausfiel. Von daher hatte er eine neue Lösung gesucht und geglaubt, diese mit dem Wohnort— und Stellenwechsel zur Klinik in Maibach gefunden zu haben.
114 Druckseiten
Copyright-Inhaber
Bookwire
Ursprüngliche Veröffentlichung
2021
Jahr der Veröffentlichung
2021
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