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Michaela Dornberg

Der neue Sonnenwinkel 85 – Familienroman

Nachts auf dem Krankenhausparkplatz gelingt es Roberta, einen falschen Polizisten in die Flucht zu schlagen, der ihr Auto stehlen will. Am Tag darauf möchte sie ihren Feierabend genießen, als plötzlich Nicki vor ihr steht. Nicki ist empört! Sie hat zufällig Lennart, eine andere Frau und die drei Mädchen getroffen, wurde ignoriert, und als Paula zu ihr laufen wollte, wurde das Mädchen von Lennart zurückgehalten. Nicki steigert sich immer mehr in ihre Wut hinein, Roberta hat alle Mühe, sie zu beruhigen. Im Neubaugebiet trifft Roberta zufällig ihren arroganten Kollegen Lantermann, der sie ausspionieren wollte und sich nun zynisch erkundigt, ob sie inzwischen Angst vor der eigenen Courage bekommen habe. Mit der Unterstützung der Reiterin Katja Diewald wird Lantermann in die Schranken gewiesen. Roberta hat überraschende Erkenntnisse, die sie einen gänzlich neuen Blick auf die Welt werfen lassen.

Roberta sah den Polizisten, die Taschenlampe, und da durchzuckte sie ein Gedanke, der kein guter war. Besonders nicht, wenn man sich nachts mutterseelenallein auf einem verlassenen Parkplatz befand, mit einem Polizisten wohlgemerkt. Roberta war nicht ängstlich, und selbst, wenn sie es wäre, wusste sie, dass man Angst niemals zeigen durfte. Angst war etwas, was viele Verbrecher beflügelte, ihnen ein Gefühl von Dominanz gab, weil sie meist selbst ein sehr gestörtes Selbstwertgefühl hatten. Moment mal! Wieso Verbrecher? Es war ein Polizist, der sich an ihrem Auto zu schaffen gemacht hatte. Das konnte sie allenfalls ungewöhnlich finden um diese Zeit, oder? Alle Müdigkeit war verflogen, Roberta ging einen Schritt näher an den Polizisten heran und erkundigte sich mit scharfer Stimme: “Was haben Sie an meinem Auto zu suchen?” Er leuchtete sie weiter an, das war unangenehm, Roberta trat einen Schritt beiseite. Er sagte: “Verkehrskontrolle.” Es war eine mehr als merkwürdige Situation, doch Roberta konnte nicht anders, sie musste lachen. Und irgendwie befreite es sie auch. «Hören Sie doch mit diesem Unsinn auf, Sie wollten mein Auto knacken, und ich bin dummerweise dazu gekommen.” Er war verblüfft, dann bemerkte er: «Polizeibeamte knacken keine Autos, die sorgen für Recht und Ordnung.” Das bestätigte Roberta. “Polizeibeamte ja, aber Sie sind kein Polizist.” “Bin ich”, beharrte er. Roberta nickte, doch das konnte er leider nicht sehen, weil er zum Glück den Strahl seiner Taschenlampe nicht wieder auf sie richten konnte, denn sie war einen weiteren Schritt beiseite getreten.
131 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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