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Oskar Wächter

Vehmgerichte und Hexenprozesse in Deutschland

Hexenverfolgungen fanden in Mitteleuropa vor allem während der Frühen Neuzeit statt und sind aus globaler Perspektive bis in die Gegenwart verbreitet. Grundlage für die gegenüber dem Mittelalter deutlich verstärkte massenhafte Verfolgung in einigen Regionen war ein anderer Umgang mit Magie. Das Hexenbild des späten Mittelalters sowie das der frühen Neuzeit war eine Konstruktion von Intellektuellen, die volkstümliche Zaubereitraditionen und -merkmale mit der Lehre vom Teufelspakt verband und zusammen mit den Straftatbeständen der Apostasie und der Häresie als “Superverbrechen” verfolgte. Hexenprozesse waren keine notwendige Folge eines magischen Weltbildes, das lange zuvor den Glauben an den Teufelszauber der Hexen ebenso umfasste wie tatsächlich geübte Volksmagie. Erst als einzelne Aspekte des Magieglaubens in das Strafrecht der frühmodernen Staaten übertragen wurden, kam es zur massenhaften Verfolgung.

Inhalt:

Vehmgerichte und Hexenprozesse in Deutschland

Vorwort.

Einleitung. Mittelalterliche Zustände.

Erste Abteilung. Die Vehmgerichte.

Erster Abschnitt. Zwei Erzählungen.

Zweiter Abschnitt. Ursprung und Verfahren der Vehmgerichte.

Zweite Abteilung. Die Hexenprozesse.

Erster Abschnitt. Das Hexenwesen.

Zweiter Abschnitt. Die Verfolgung.

Dritter Abschnitt. Wasserprobe und Nadelprobe.

Vierter Abschnitt. Die Folter.

Fünfter Abschnitt. Der Hexenturm.

Sechster Abschnitt. Geständnis. Hinrichtung.

Siebenter Abschnitt. Merkwürdige Hexenprozesse.

Achter Abschnitt. Zur Erklärung.
148 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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