Der Bergpfarrer 418 – Heimatroman, Toni Waidacher
Bücher
Toni Waidacher

Der Bergpfarrer 418 – Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor.

Der Nachmittag neigte sich dem Ende zu. In einer schmalen Gasse, etwas abseits des Zentrums von St. Johann, verließen zwei Frauen das Haus; eine jüngere und eine ältere. Sie mussten miteinander verwandt sein, denn die Ähnlichkeit zwischen beiden Frauen war unverkennbar, selbst wenn die Jüngere viel schmaler und blasser wirkte. Mehr noch: Sie wirkte verhärmt. Daran konnten auch die kunstvoll hochgesteckten kastanienbraunen Haare und das figurbetont geschnittene Cocktailkleid nichts ändern.
Der Eingang, aus dem sie kamen, lag neben einem Ladengeschäft. Über dem stand in goldenen altertümlichen Buchstaben: ›Traditionsbäckerei Huber — seit 1866‹.
Durch die blanken Scheiben sah man innen einen älteren Mann hinter der Theke. Er trug helle Arbeitskleidung. Als er die beiden erblickte, winkte er.
Die Ältere winkte fröhlich zurück — die Jüngere aber nickte ihm nur kurz zu.
Sie schien auch keinen Blick zu haben für die Schönheit des Ortes, weder für die majestätischen ­Berge, die das Tal eingrenzten, in dem St. Johann lag, noch für den ungetrübten Himmel, von dem die Sonne so hell und freundlich strahlte. An den hübschen Häusern mit den Lüftlmalereien ging sie achtlos vorüber, ebenso wie an einem Bekannten, der herübergrüßte.
Schweigend ging sie zu einem kleinen Golf, der am Straßenrand geparkt war.
Die ältere Frau öffnete ihr die Beifahrertür.
101 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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