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Paul Lafargue

Das Recht auf Faulheit

Lafargue kritisiert in dieser Schrift die ideologischen (moralischen), bürgerlichen und kapitalistischen Grundlagen des Arbeitsbegriffs seiner Zeit. Dabei kritisiert er auch die Arbeiterbewegung, die von der ""seltsamen Sucht"", der ""Arbeitssucht"" beherrscht sei. Bei ihm ist die Rede von der ""Liebe zur Arbeit, die rasende, bis zur Erschöpfung der Individuen und ihrer Nachkommenschaft gehende Arbeitssucht"". Ziel seiner Kritik ist nicht die Forderung eines Grundrechts auf Faulheit, sondern die Abschaffung kapitalistischer Produktionsweisen. Die ""kapitalistische Moral"" sei ""eine jämmerliche Kopie der christlichen Moral, belegt das Fleisch des Arbeiters mit einem Fluch; ihr Ideal besteht darin, die Bedürfnisse des Produzenten auf das geringste Minimum zu drücken, seine Freude und seine Leidenschaften zu ersticken und ihn zur Rolle einer Maschine zu verurteilen, aus der man pausenlos und gnadenlos Arbeit herausschindet."" Die bürgerlichen Philosophen kritisiert er als abhängig von ihren Arbeitgebern, in deren Sinne lieferten sie die notwendige Moral der Arbeit. Ihnen stellt er am Beispiel Herodot die griechische Philosophie und ihre Verachtung der Arbeit gegenüber.

Paul Lafargue (1842–1911) war ein französischer Sozialist und Arzt."
55 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017
Übersetzer
Eduard Bernstein

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