Bücher
Toni Waidacher

Der Bergpfarrer Classic 31 – Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. “Der Bergpfarrer” wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie “Irrlicht” und “Gaslicht” erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Mein Herz gehört zu dir! «Ja, sag mal, hat die Sonne dir dein letztes bißchen Hirn versengt, oder was soll das, was da treibst?» rief Anton Burgthaler wütend. Er wandte sich dabei zu seinem Knecht um, der neben ihm stand. “Jetzt schau dir das an. Der Kerl ist doch net mehr ganz bei Trost!” Der Grund für die Wut des Bauern stand drei Meter von ihnen entfernt und schlug mit einem schweren Hammer armdicke Pfosten in den Boden der Almwiese. Zwei große Rollen Stacheldraht, die in der Nähe lagen, ließen keine Zweifel daran aufkommen, warum Franz Kroninger die Zaunpfähle in den Boden trieb. Er kümmerte sich nicht um den schimpfenden Nachbarn, sondern verrichtete seine Arbeit, als wäre außer ihm niemand auf der Welt. «Wirst mir endlich erklären, was du eigentlich damit bezweckst?” brüllte der Burgthaler lauthals. Jetzt erst unterbrach der andere seine Tätigkeit und sah den Frager nachdenklich an. “Das siehst doch”, erwiderte er schließlich. «Ganz so dumm kannst doch gar net sein, als daß du's net erkennst. Aber, für den Fall, daß doch, will ich's dir gern erklären. Ich zieh einen Zaun.” In Anton kochte allmählich die Wut hoch. Die drei Männer standen auf der Wiese, unterhalb des Koglers, und so wie es den Anschein hatte, teilte Franz Kroninger sie genau in zwei Hälften. “Und was soll das Ganze?”
92 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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