Seltsame Liebschaften, Henri de Régnier
Bücher
Henri de Régnier

Seltsame Liebschaften

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Diese Ausgabe wurde mit einem funktionalen Layout erstellt und sorgfältig formatiert.

Inhalt:

Das Marmorbild — Eine Geschichte aus dem Cinquecento

Balthasar Aldramin — Lebensgeschichte aus dem alten Venedig

Der Rivale — Eine Erzählung aus der Zeit des Ancien régime

Aus dem Buch:

«Fast jeden Tag geschah es, daß Aldramin sie betrat, sei es am Morgen, am Mittag oder am Abend beim Scheine der Fackeln. Seine Gondel erzitterte, wenn er sie mit dem einen Fuße zurückstieß, um den andern auf meine Schwelle zu setzen. Ich vernahm seine Stimme, die mich vom Rande der Treppe aus anrief, denn er sprach viel und lachte gern, und wir genossen unsre Jugend in aller Freiheit. Gewöhnlich war er es, der mich zu den Vergnügungen mit fortriß. Er lag ihnen mit ungewöhnlichem Eifer und in mannigfaltigstem Sinne ob, und er brauchte nichts weniger als den weiten Raum des Tages und die Stunden der Nacht, die er zu einer einzigen Dauer verband, um die Menge der Genüsse zu kosten, die den Kern seines Lebens ausmachten. Die Liebe nahm unter allen den ersten Platz ein.»

Henri François Joseph de Régnier, Pseudonym Hugues Vignix (1864–1936) war ein französischer Schriftsteller. Seine Lyrik ist der Antike, der Natur und melancholischen Stimmungen gewidmet. Nach einer symbolistischen Phase stand Régnier unter dem Einfluss der Parnassiens. Er verfasste auch Essays und kulturpessimistisch gefärbte Romane.
141 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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