Die Akten des Vogelsangs, Wilhelm Raabe
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Wilhelm Raabe

Die Akten des Vogelsangs

Karl wurde, mit ironischem Hinweis auf den für seine Kinder lehrhaften Charakter, von Helene zur Lebensbeschreibung Veltens aufgefordert, und in der Tat weiß niemand über den Verstorbenen “etwas Genaueres” als er, da sich ihre Lebenswege immer wieder gekreuzt haben und er die familiären Hintergründe kennt. Trotzdem nimmt Karl mehrmals Anlauf beim Verfassen «dieser Blätter”, die für ihn auch eine Aufarbeitung seines Kontrastschicksals und eine Auseinandersetzung mit der eigenen angepassten Bürgerlichkeit sind. Zwar hat er Veltens Werdegang miterlebt, doch “davon zu reden”, fällt ihm “von Seite zu Seite” schwerer. Die Vogelsang-Kinder bildeten ein durch die unterschiedlichen Lebensvorstellungen der Eltern geprägtes spannungsreiches Dreieck. Da Veltens Vater, Dr. med. Valentin Andres, viel zu früh verstorben war, musste die sich in ihre Märchenträume verlierende Mutter Amalie den sprachbegabten, an Literatur und Philosophie interessierten, aber jeglicher Systematik abgeneigten Sohn allein erziehen. In ihrer Nachbarschaft wohnten die kleine kapriziöse Helene (Ellen) und ihre Mutter Agathe Trotzendorff zur Miete bei Hartleben.

Wilhelm Raabe (1831–1910) war ein deutscher Schriftsteller. Er war ein Vertreter des poetischen Realismus, bekannt für seine gesellschaftskritischen Erzählungen, Novellen und Romane.
243 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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