Cornelia Funke ist eine deutsche Schriftstellerin, bekannt für The Thief Lord (2002), Dragon Rider (2004) und die Tintenherz-Reihe. Ihre Arbeit erzielte weltweiten Erfolg, und das Time-Magazin zählte sie 2005 zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten. Für Tintenherz erhielt sie 2004 den BookSense Book of the Year Award.
Cornelia Maria Funke wurde 1958 in Dorsten, Nordrhein-Westfalen, geboren. Sie wuchs in einer Gegend mit Feldern, alten Bergwerken und Fabrikschornsteinen auf. Sie sagte: „Meine Eltern nannten mich Cornelia Maria, und ich war das älteste ihrer vier Kinder.“
Als Kind wollte sie Astronautin werden und sah die Mondlandung voller Staunen. Später sagte sie, dass sie für ihren Bruder jeden Abend neue Star-Trek-Folgen erfand.
Funke studierte Pädagogik an der Universität Hamburg. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie drei Jahre lang als Sozialarbeiterin mit benachteiligten Kindern. Sie erklärte: „Alle wilden Kinder, die ich traf, lehrten mich, welche Bücher ich schreiben sollte.“ Sie zeichnete und malte mit ihnen, was sie zum Studium der Illustration führte. Während sie illustrierte, schrieb sie eigene Geschichten, wenn ihr die Texte der Verlage nicht gefielen. Mit achtundzwanzig schrieb sie ihre erste Geschichte.
In den späten 1980er— und 1990er-Jahren wurde sie in Deutschland zu einer bekannten Kinderbuchautorin. Sie schuf die Ghosthunters-Reihe und die C.H.I.X.-Bücher. Ihr Durchbruch im englischsprachigen Raum begann 2002, als The Thief Lord ins Englische übersetzt wurde. Das Buch erreichte bedeutende Bestsellerlisten und wurde 2006 verfilmt. Dragon Rider erschien 2004 und stand viele Wochen auf der Liste der New York Times. Eine Fortsetzung kam 2017 heraus.
Große Aufmerksamkeit erhielt Funke auch mit Tintenherz (2003). Das Buch gewann 2004 einen BookSense-Preis und eröffnete eine Trilogie, die mit Tintenblut (2005) und Tintentod (2007) fortgesetzt wurde. 2005 zog sie nach Los Angeles, um an der Verfilmung von Tintenherz mitzuwirken. Der Film erschien 2008. 2010 kehrte sie mit Reckless zur epischen Fantasie zurück und veröffentlichte weitere Bände der Reihe.
Sie schrieb zudem Bilderbücher, darunter The Book No One Ever Read (2017), das sie auf Englisch schrieb und illustrierte. Sie sagte, dass Ideen „von überall und nirgendwo“ kommen und Figuren oft „vollständig geformt in mein Schreibzimmer treten“.
Cornelia Funke heiratete 1979 Rolf Frahm und hat zwei Kinder. Die Familie lebte in Hamburg, bevor sie 2005 nach Los Angeles übersiedelte. Ihr Mann starb 2006.
Im Jahr 2021 ließ sie sich in der Toskana nieder. Sie unterstützt mehrere gemeinnützige Projekte und ist Schirmherrin von Initiativen für junge Menschen.
Foto: Michael Orth