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Louisa Rosenhagen

Mami Jubiläum 8 – Familienroman

Die Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit. Wir alle sehnen uns nach diesem Flucht— und Orientierungspunkt, der unsere persönliche Welt zusammenhält und schön macht. Die Familie gibt Freude, die richtige Schulter zum Anlehnen und Ausweinen, und sie gibt dem Leben seinen Sinn. Das wichtigste Bindeglied der Familie ist Mami. Sie sorgt für das Glück in einer heilen, intakten, liebevollen Familie. In diesen herzenswarmen Romanen wird davon mit meisterhafter Einfühlung erzählt. Die Romanreihe Mami Jubiläum setzt einen unerschütterlichen Wert der Liebe, begeistert die Menschen und lässt sie in unruhigen Zeiten Mut und Hoffnung schöpfen. Kinderglück und Elternfreuden sind durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Genau davon kündet Mami Jubiläum.

In die Siedlung ›Breitenbach‹ waren neue Mieter zugezogen, ein älteres Ehepaar namens Regina und Herbert Meier. Kaum hatte der Umzugswagen seine Türen geschlossen, sahen die Nachbarn keinerlei Spuren mehr von dem Schmutz und Chaos, die normalerweise an solchen Tagen herrschen. Gardinen hingen an den blitzsauberen Fenstern, hinter denen Alpenveilchen blühten, die Eingangsstufen waren gewischt, und über der Fußmatte lag ordentlich ausgebreitet ein neuer Feudel. Bereits am nächsten Tag drangen verlockende Kuchendüfte aus dem geöffneten Küchenfenster, und Regina Meier hatte ihre nächsten Nachbarinnen zu einem Kennenlern-Kaffeeklatsch in ihr tadellos aufgeräumtes Esszimmer gebeten. «Mutti, meinst du nicht, dass du dir dafür ein bisschen mehr Zeit hättest lassen können?», fragte ihre Tochter Nicola vorsichtig. Nicola war wie so oft von dem Elan und Tempo ihrer Mutter etwas erledigt. Sie hatte zwei Kinder und arbeitete stundenweise in einem Brautmodengeschäft, trotzdem hatte sie sich redlich bemüht, ihren Eltern bei diesem Umzug zur Seite zu stehen. «Kindchen, ich weiß eben, was sich gehört!», antwortete ihre Mutter bestimmt. Jedes Ding stand an seinem Platz, und die Kartons warteten zusammengefaltet in der Garage darauf, von einem Mitarbeiter des Umzugsunternehmens abgeholt zu werden. Mit einer Mischung aus liebevoller Bewunderung und leichter Gereiztheit schaute Nicola ihre Mutter an. Regina Meier war energisch, fleißig und ordentlich, das stand fraglos fest. Und eine so tüchtige Hausfrau als Mutter zu haben, war nicht immer ganz einfach, auch das stand fraglos fest. Vor allem dann nicht, wenn man als verheiratete Tochter eine eigene Familie mit eigener Lebensweisen hat! Nicolas Kinder Klara und Sebastian hatten stark ausgeprägte Vorlieben und Begabungen, die ihre Großmutter bewunderte und gleichzeitig so nicht ganz verstehen konnte. Klara war temperamentvoll und ausgelassen, liebte ihren Sportverein und fieberte dem Zeitpunkt entgegen, wenn sie endlich für die Aufnahme in die Handballmannschaft alt genug wäre. Sebastian war stiller, ein bisschen verträumt und liebte Musik. Er spielte mit seinen acht Jahren schon auffallend gut Klavier und übte jeden Tag freiwillig. “Und das als Junge!”
92 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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