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Meno Schuhmann

Faust II

Apasmara, der Dämon der Unwissenheit und Verbündeter für Mephistos Rache an Faust, tritt als Vertreter des mittlerweile zum Dogma gewordenen mechanistischen Materialismus auf, der die Welt als reine Kausalkette erklärt. Faust erkennt, dass die Ergebnisse der Quantenphysik und auch der Quantenbiologie vielleicht die bisherige Vorstellung von einer objektiven Realität infrage stellen. Nicht zuletzt die Formgebungen der Natur, die dunkle Energie sowie die Vorstellung, das Universum sei ein einziger »großer Gedanke«, bestimmen kraft einer Eingebung im Verlauf des Stückes Fausts Denken. Zweifel kommen auf, ob der Materialismus eine hinreichende Erklärung für das Leben, das Wesen des Kosmos und mithin für den Urgrund des Seins liefert. Letztendlich sollte aber im Sinne Fausts ein Paradigmenwechsel nicht zu einem neuen Dogma fü̈hren, sondern schlussendlich bleibt es beim Zweifel des Agnostikers.
Der erste Teil des Schauspiels erschien 2010 unter dem Titel »Faust. Ein dramatisches Gedicht«.
49 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2017

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