Der Bergpfarrer Classic 28 – Heimatroman, Toni Waidacher
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Toni Waidacher

Der Bergpfarrer Classic 28 – Heimatroman

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92 Druckseiten
Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. “Der Bergpfarrer” wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie “Irrlicht” und “Gaslicht” erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

“Steh'n S' auf, Herr Winkler”, sagte der Justizbeamte. “Sie werden zur Vernehmung abgeholt.” Oskar Winkler, ein mehrfach vorbestrafter Bankräuber und Scheckbetrüger, erhob sich mürrisch von der Pritsche in seiner Zelle des Untersuchungsgefängnisses. Hier saß er nach einem mißlungenen Banküberfall seit zwei Tagen ein und wartete darauf, dem Staatsanwalt vorgeführt zu werden. Zuvor jedoch sollte er auf dem Polizeirevier vernommen werden. Inspektor Obermayer wollte ein letztes Verhör durchführen, und den Akt dann weiterleiten. In Gedanken machte der Ganove sich schon auf eine längere Haftstrafe gefaßt. Der Vollzugsbeamte ließ den Untersuchungshäftling vor sich hergehen. Sie passierten zwei verschlossene Gittertüren, die jeweils von der anderen Seite geöffnet wurden, und eine Sicherheitsschleuse. In dem kleinen Raum dahinter wartete Polizeihauptmeister Ewald Wildinger darauf, daß ihm der Häftling übergeben würde. Der Gefangene durfte seinen Gürtel wieder umschnallen und die Schnürsenkel in die Schuhe einziehen. Beides war ihm bei der Einlieferung abgenommen worden. Der Polizist unterzeichnete die Empfangsbestätigung und legte Oskar Winkler Handschellen an. Er führte ihn durch einen langen Flur, dann öffnete sich die Eingangstür des Untersuchungsgefängnisses. “Na, Oskar, ist wohl ein bissel schiefgegangen, was?” meinte der Polizist. Er und der Gauner waren alte Bekannte. Der Beamte war auch dabei gewesen, als Oskar Winkler vor zwei Tagen verhaftet wurde. Da hatte er versucht, die Bankfiliale in Engelsbach zu überfallen.
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2019
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