Franz Hermann Romberg

Gedichte – aus meiner Schulzeit

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Muttersprache, Mutterlaut,wie so wonnesam, so traut!Erstes Wort, das mir erschallet,süßes erstes Liebeswort,erster Ton, den ich gelallet,klingest ewig in mir fort! Ach, wie trüb ist meinem Sinn,wenn ich in der Fremde bin,wenn ich fremde Zungen üben,fremde Worte brauchen muß,die ich nimmermehr kann lieben,die nicht klingen als ein Gruß! Sprache, schön und wunderbar,ach, wie klingest du so klar!Will noch tiefer mich vertiefenin den Reichtum, in die Pracht;ist mir doch, als ob mich riefenVäter aus des Grabes Nacht. Klinge, klinge fort und fort,Heldensprache, Liebeswort!Steig empor aus tiefen Grüften,längst verschollness altes Lied,leb aufs neu' in heil'gen Schriften,daß dir jedes Herz erglüht! Überall weht Gottes Hauch,heilig ist wohl mancher Brauch.Aber soll ich beten, danken,geb ich meine Liebe kund,meine seligsten Gedanken,sprech ich wie der Mutter Mund. (Max von Schenkendorf)
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