Der neue Sonnenwinkel 55 – Familienroman, Michaela Dornberg
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Michaela Dornberg

Der neue Sonnenwinkel 55 – Familienroman

Vor Robertas Haustür liegt ein neugeborenes Mädchen, Adrienne. Roberta und Alma sind vollkommen aus dem Häuschen, aber auch überfordert. Da erweisen sich Inge Auerbach und Teresa von Roth als sehr hilfreiche Engel. Bea und Alex befinden sich auf einem sehr guten Weg. Er zerstreut mehr und mehr ihre Zweifel, keine neue Bindung eingehen zu dürfen, solange die alte formal noch nicht beendet, wenn auch endgültig gescheitert ist. Bea ist jetzt tatsächlich glücklich mit Alex. Plötzlich ruft Horst an mit einer erstaunlichen Neuigkeit. Er drängt auf ein schnelles Ende ihrer Ehe. Horst ist sogar bereit, sehr viel Geld dafür zu zahlen. Eine halbe Million! Inge und Werner frühstücken gemeinsam. Ihre Harmonie kennt keine Grenzen mehr. Werner ist bereit, sein altes Leben aufzugeben. Inge ist sprachlos vor Glück.

Es war eine geradezu absurde Situation, wie man sie sich nicht ausdenken konnte, die man vielleicht in Komödien erlebte, bei denen man allerdings das Gefühl hatte, dass maßlos übertrieben worden war. Es war keine Komödie, es hatte sich niemand etwas ausgedacht, es war die Wirklichkeit. Die umliegenden Straßenlaternen verbreiteten ein diffuses Licht, in dem zwei Frauen erkennbar waren. Die eine saß auf den Knien auf der Treppe, hastete herum, und die andere war voller Entschlossenheit, einen vermeintlichen Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Es konnte einfach nicht wahr sein! Inge war nur froh, sich nicht spontan mit einem Regenschirm bewaffnet zu haben, um den oder die Einbrecher zu vertreiben. Die andere Frau sprang auf, nun standen sie sich gegenüber, und zunächst einmal herrschte Schweigen, weil sie sich beide von ihrer Überraschung erholen mussten. Es war Inge, die sich zuerst fasste und rief: «Rosmarie, du liebe Güte, was machst du da?» Ehe die andere Frau eine Antwort geben konnte, lagen sie sich erst einmal in den Armen, schließlich hatten sie sich eine ganze Weile nicht gesehen, und die Freude, auch wenn zu einer recht ungewöhnlichen Zeit aufeinander zu treffen, war bei beiden Frauen nicht zu übersehen. «Es tut mir ja so leid, Inge, ich wollte dich nicht aufwecken, ich …" “Du hast mich nicht aufgeweckt, Rosmarie”, redete Inge dazwischen, die noch immer nicht so recht glauben konnte, was sich da gerade hier abspielte. “Komm rein.” Das lehnte Rosmarie ab. «Ich komm morgen, Heinz wartet im Wohnmobil vor unserem Haus, und in das können wir leider nicht, weil mein Göttergatte den Schlüssel verkramt hat. Und dummerweise ist Meta nicht daheim, sie ist irgendwo auf Verwandtenbesuch. Nun ja, mit unserer Rückkehr konnte niemand rechnen. Wir wussten es selbst ja auch nicht einmal und haben uns spontan unterwegs entschlossen, umzukehren, weil wir beide das Gefühl hatten, nach Hause zu wollen.” Inge freute sich, sie hatte ihre Freundin Rosmarie vermisst, doch das musste sie ihr nicht nachts erzählen. “Und wieso bist du dann hier, hast herumgesucht, und das hast du doch, nicht wahr, Rosmarie?”
128 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2019

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