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Britta Frey

Kinderärztin Dr. Martens 71 – Arztroman

Als ihr Mann Rüdiger sie verlässt, bricht für Roxanne eine Welt zusammen. In ihrem Schmerz ist sie nahezu handlungsunfähig und vernachlässigt sich und ihre 8-jährige Tochter Jennifer. Da holt ihr Vater, Alfred Konrads, sie zu sich nach Hause und versucht, sie wieder aufzubauen. Jennifer vermisst ihren Vater und leidet sehr unter den neuen Verhältnissen, die sie sich nicht erklären kann…

Siebenundzwanzig Jahre alt war Angelika Riversen. Die hübsche junge Frau mit dem kinnlangen, dunkelbraunen Haar fühlte sich sehr wohl in Ögela. Erst vor drei Wochen, kurz vor den Sommerferien, hatte sie ihren Posten als Deutschlehrerin in der Schule des kleinen Städtchens angetreten. Großes Glück hatte sie außerdem noch, als sie schon vor ihrem Antritt eine kleine Zweieinhalbzimmerwohnung mieten konnte. Während der ersten Wochen der Ferien hatte Angelika Riversen ihre Wohnung noch wohnlich gestaltet. Für die verbleibenden Ferienwochen hatte sie sich vorgenommen, vor allen Dingen die wunderschöne Landschaft um Ögela herum zu erkunden. Für sie, die sie aus einer Großstadt in diese ländliche Gegend gekommen war, war es ein herrliches Gefühl, der Natur so nahe zu sein. Sie wußte, daß sie das Stadtleben niemals vermissen würde. Und wenn sie für größere Einkäufe in die Stadt fahren wollte, hatte sie ja ihren Wagen, um diese Fahrten durchzuführen. Es war Samstagmorgen. Angelika Riversen hatte etwas länger geschlafen. Den Vormittag wollte sie dazu nutzen, noch ein paar Wochenendeinkäufe zu tätigen, und am Nachmittag wollte sie dann mit dem Wagen hinausfahren. Sie war gerade mit dem Frühstück fertig, als es an ihrer Wohnungstür klingelte. Sie wunderte sich darüber, wer wohl zu dieser frühen Stunde etwas von ihr wollte, ging aber zur Wohnungstür, um zu öffnen. Es war der Briefträger, der lächelnd zu ihr sagte: «Guten Morgen, Frau Riversen, ich habe hier einen Einschreibebrief für Sie, eine Nachsendung.» Angelika quittierte das Schreiben, bedankte sich und schloß die Tür. Nachdenklich sah sie auf den Brief in ihren Händen. Auf dem Poststempel war der Name Sylvenstein zu erkennen. Ein Ort, irgendwo in Oberbayern. Absender des Schreibens war eine Frau Rosel Reitmeier, wohnhaft Salmberg 17.
117 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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