Die Revolution der Städte, Henri Lefebvre
Henri Lefebvre

Die Revolution der Städte

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Die Bedeutung Henri Lefebvre verdankte sich einer spezifischen historischen Konstellation: In den sechziger Jahren galt der französische Philosoph im deutschsprachigen Raum zunächst als Kritiker eines rigiden Parteikommunismus. Sein Rückgriff auf die Frühschriften von Marx machte ihn anschlussfähig an eine »humanistische« Kapitalismus- und Kulturkritik, der es vor allem um die Entfremdungsproblematik ging. Vertraut mit den Thesen der Kritischen Theorie zur Kulturindustrie, ergaben sich für viele Intellektuelle Anschlussmöglichkeiten an die Reflexionen von Lefèbvre. Seine Wiederentdeckung erfolgte im Kontext des »spatial turn« und dem damit verbundenen verstärktem Interesse an räumlichen Fragestellungen. Unter Ausblendung seiner revolutionstheoretischen Ambitionen gilt Henri Lefèbvre als Vordenker einer Raumvorstellung, die zum festen Bestandteil des sozialwissenschaftlichen Wissens gehört.

Henri Lefebvre (1901 – 1991), war Professor für Soziologie an den Universitäten von Straßburg und Nanterre. Er galt als einer der »Väter« der Pariser Studentenunruhen im Mai 1968.

Klaus Ronneberger, geboren 1950, studierte Sozialpädagogik, Kulturwissenschaft und Soziologie. Er war langjähriger Mitarbeiter des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt a. M. und arbeitet dort heute als freier Publizist. Er ist Mitglied der Stadtforschungsgruppe »spacelab«.
301 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2014

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