Familie Dr. Norden 706 – Arztroman, Patricia Vandenberg
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Patricia Vandenberg

Familie Dr. Norden 706 – Arztroman

Dr. Daniel Norden ist verzaubert von der jungen Ärztin Dr. Fee Cornelius. Fee und Daniel heiraten. Er hat eine Praxis in München eingerichtet, Fee hilft ihm. Beide sehen den Beruf nicht als Job, sondern als wirkliche Berufung an. Aber ihr wahres Glück finden sie in der Familie. Fünf Kinder erblicken das Licht der Welt; zunächst Daniel jun., bald darauf sein Bruder Felix. Nach den beiden Jungen, die Fee ganz schön in Atem halten, wird Anne Katrin geboren, die ganz besonders an dem geliebten Papi hängt und von allen nur Anneka genannt wird.

Weiterhin bleibt die Familie für Daniel Norden der wichtige Hintergrund, aus dem er Kraft schöpft für seinen verantwortungsvollen Beruf und der ihm immer Halt gibt. So ist es ihm möglich, Nöte, Sorgen und Ängste der Patienten zu erkennen und darauf einfühlsam einzugehen.

Familie Dr. Norden ist der Schlüssel dieser erfolgreichsten Arztserie Deutschlands und Europas.

Es war schon kurz vor zwölf Uhr, aber in Dr. Nordens Praxis herrschte noch Hochbetrieb. An manchen Tagen, so dachte Wendy, hatten sich Himmel und Hölle gegen sie verschworen, denn sie hatte sich schon mit sehr schwierigen Patientinnen plagen müssen, die sich lieber mit ihr unterhalten wollten, als im Wartezimmer zu sitzen. Sie seufzte, als jetzt noch mal der Türsummer ertönte und die Tür aufging. Dann konnte sie gerade noch einen undamenhaften Fluch unterdrücken, denn es war Carol Terbrugg, die in höchster Erregung ins Vorzimmer stürzte. Sie war eine der mondänsten und exzentrischsten Frauen, die Wendy jemals begegnet waren und hatte ihr an diesem Tag gerade noch gefehlt. “Es ist ein Notfall”, lallte Carol, “ich sterbe, wenn mir nicht sofort geholfen wird!” Ihr Gesicht änderte sich tatsächlich schlagartig, schwoll zusehends an und färbte sich scharlachrot. Wendy sprang erschrocken auf, um Carol zu helfen, die keuchend nach Luft rang. Sie konnte sie gerade noch in den Drehsessel drücken. Zum Glück kam Dr. Norden aus dem Sprechzimmer, gefolgt von der Patientin, die immer noch auf ihn einschwatzte, wie bereits seit einer Viertelstunde. “Dies ist ein Notfall”, erklärte er, und sie verstummte. Sie hatte ihn wahrlich lange genug mit ihren privaten Problemen in Atem gehalten, und seine Geduld hatte auch einmal ein Ende. Jetzt wurde er wirklich gebraucht. Sie rollten den Sessel mit der zusammengesunkenen Carol in den Therapieraum und betteten sie auf die Lederliege. Er tätschelte ihre geschwollenen Wangen. «Hören Sie mich, Frau Terbrugg?
96 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2019

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