Bücher
Viola Maybach

Der kleine Fürst Classic 61 – Adelsroman

Viola Maybach´s Topseller. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten «Der kleine Fürst» nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen.

Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie «Der kleine Fürst» in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt “Das Tagebuch der Christina von Rothenfels”, “Rosenweg Nr. 5”, «Das Ärztehaus” und eine feuilletonistische Biografie. «Der kleine Fürst” ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.

Vorsichtig öffnete Bettina von Stetten die Flügeltür, die zum Schlafzimmer ihrer Großmutter führte. Der Zustand von Fürstin Emilia zu Leven hatte sich in den letzten Tagen erheblich verschlechtert, deshalb verließen Bettina, ihre Eltern und ihr Onkel die große alte Villa der Fürstin kaum noch. Sie war immer stark gewesen, aber vor einigen Monaten hatte sie sich ganz plötzlich verändert, war in geradezu unheimlich kurzer Zeit alt und hinfällig geworden und hatte etwas gesagt, das ihr noch kurz zuvor niemals über die Lippen gekommen wäre: “Ich habe keine Freude mehr am Leben.” Schmal und blass lag sie in ihrem Bett, die Augen hielt sie geschlossen, der Kopf mit den weißen Haaren war leicht zum Fenster geneigt. Sie bewegte sich nicht, doch schien sie Bettinas Anwesenheit zu spüren, denn sie fragte mit brüchiger Stimme: “Bist du das, Tina?” «Ja, Omi. Soll ich dir etwas bringen? Hättest du gern etwas zu trinken?” «Nichts, danke. Setz dich zu mir, Kind. Es ist schön, dass du jetzt bei mir bist.” Sie atmete schwer, bevor sie hinzusetzte: «Ich möchte dir etwas geben, ich denke, es wird Zeit.” Bettina setzte sich zu ihr ans Bett und griff nach ihrer Hand. Wie klein sie geworden war! Fast wie eine Kinderhand. “Sag so etwas nicht, Omi, wir haben Zeit genug.” Emilia öffnete die Augen und sah ihre einzige Enkelin an. Ihre Augen waren voller Liebe. «Ich werde sterben, Kind. Du weißt es, und ich weiß es auch.
92 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2021

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