David Wallace

Unendlicher Spass Teil

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Der Übersetzer Ulrich Blumenbach, geboren 1964 in Hannover, übersetzt u.a. die Bücher von Stephen Fry, Arthur Miller und Will Self. Er lebt in Basel. Für die Übersetzung dieses Romans wurde ihm u.a. 2009 der renommierte Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis zugesprochen. Das Buch «Unendlicher Spaß», so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn HaI, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA.), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überbordenden Handlung, die jeden literarischen Kosmos sprengt — in einem leicht in die Zukunft versetzten Amerika, das mit Kanada und Mexiko die «Organisation der nordamerikanischen Nationen» bildet und von radikalen Separatisten in Kanada bekämpft wird. 1996 erschien «Infinite Jest» in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, scharfe Analyse sowie der Humor machen den Roman zum Meilenstein der amerikanischen Literatur. Namhafte Autoren von Dave Eggers bis Jonathan Franzen sehen in diesem Buch ein Vorbild für ihr Schaffen. Ulrich Blumenbach hat sechs Jahre lang an der Übersetzung gearbeitet, und seine kongeniale Übertragung ins Deutsche gibt nun endlich deutschsprachigen Lesern die Möglichkeit, das Buch kennenzulernen. «Alles und noch mehr könnte eine Beschreibung dieses Romans sein.» Don DeLillo Der Autor David Foster Wallace, 1962 geboren, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur. Er studierte Philosophie und unterrichtete zuletzt Creative Writing am Pomona College in Claremont, Kalifornien. David Foster Wallace wurde als einziger Sohn von James Donald und Sally Foster Wallace geboren. Sein Vater übernahm — nachdem er sein Philosophiestudium an der Cornell University abgeschlossen hatte — im Herbst 1962 einen Lehrauftrag an der Universität in Urbana-Champaign. Seine Mutter lehrte Englisch am Parkland College in Champaign. Hier lebte die Familie in einem kleinen Ort namens Philo südlich von Urbana, Illinois. Das Dorfleben verarbeitete Foster Wallace in zahlreichen Essays und Kurzgeschichten, vor allem in A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again. Foster Wallace hatte eine jüngere Schwester, Amy Wallace, die seit 2004 als Rechtsanwältin in Arizona praktiziert. Seit 2004 war Foster Wallace mit Karen Green verheiratet. Bevor Foster Wallace sich ernsthaft den Geisteswissenschaften zuwandte, verfolgte er zunächst eine Karriere als Tennisprofi. Der jugendliche David schaffte es als Profi bis auf Platz 17 der amerikanischen Rangliste. Im Studium, das er auf der gleichen Alma Mater begann, die auch sein Vater bereits besucht hatte, legte er den Schwerpunkt auf Logik und Mathematik. Die modallogische These, die er in seiner Abschlussarbeit in diesem Fach entwickelte, brachte ihm den Gail Kennedy Memorial Prize ein. Außerdem studierte Foster Wallace Literatur und Philosophie. 1985 schloss er in beiden Fächern mit summa cum laude ab. Aus seiner Abschlussarbeit in englischer Literatur wurde später sein erster Roman Der Besen im System. 1987 beendete Wallace sein Studium an der Universität Arizona mit einem Master in kreativem Schreiben. Sein begonnenes Promotionsstudium in Philosophie an der Harvard University brach Wallace 1992 ab, um an der Illinois State University einen Lehrauftrag anzunehmen. Seit 2002 lehrte er als Professor für englische Literatur und Creative Writing am Pomona College in Claremont. Am 12. September 2008 erhängte sich Wallace laut Medienberichten in seinem Haus in Claremont. Er wurde von seiner Frau Karen Green tot aufgefunden, als diese von einer Vernissage zurückkam. Sein Vater erklärte der Presse, dass sein Sohn seit 20 Jahren an Depressionen gelitten habe und nur mit Medikamenten lebens- und schreibfähig gewesen sei. Wegen der auftretenden Nebenwirkungen hatte er diese jedoch zuletzt abgesetzt, worauf sich die Depressionen wieder massiv eingestellt hatten. Im Sommer 2008 hatte er sich deswegen in einem Krankenhaus einer Elektrokrampftherapie unterzogen, was aber keine Besserung bewirkte. Sein Vater vermutete, dass sein Sohn seinen Zustand zuletzt einfach nicht mehr ausgehalten habe Mit dem postmodernen Roman Unendlicher Spaß (orig. Infinite Jest) gelang Wallace 1996 der Durchbruch als angesehener Romanautor. Das Buch wurde aufgrund seiner hohen Komplexität lange Zeit nicht in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Übersetzung durch Ulrich Blumenbach nahm deshalb sechs Jahre in Anspruch. Der Roman erschien am 24. August 2009. Auch wenn Foster Wallace zunächst durch Romane bekannt wurde und stets als Romancier galt, wandte er sich bereits geraume Zeit vor seinem Tod von dieser Literaturform ab. So erschien 2003 als eines seiner letzten Bücher eine Biographie (über den deutschen Mathematiker Georg Cantor). Zuletzt blieben kurze Erzählformen seine Art des literarischen Ausdrucks: Er veröffentlichte einen Band mit Erzählungen (Oblivion, 2004) sowie einen Band mit Essays (Consider the Lobster and Other Essays, 2005), bevor er — drei Jahre vor seinem Tod — literarisch verstummte. In seinem Nachlass wurde ein Romanfragment mit dem Titel The Pale King gefunden. Auszüge aus diesem Text wurden im New Yorker und in Harper’s Magazine veröffentlicht. Ob und in welcher Form der gesamte Text veröffentlicht wird, steht noch aus. Wallaces Texte fallen durch ihre Wortmächtigkeit wie durch ihre komplexen, langen und verschachtelten Sätze auf. Seine radikale, ironische und absurde Schreibweise wurde häufig mit der von James Joyce und Thomas Pynchon verglichen. Foster Wallaces Thema war die Identitätssuche des modernen Menschen, der Wunsch des Individuums nach Kommunikation, Zugehörigkeit und Lebensinhalt. Dabei zeigte er ein Gespür für den Jargon des Alltags. Es gelang ihm, das tägliche verbale Dauerfeuer aus Informationen und Soundbites, das aus diversen Medien auf den Menschen niederprasselt, literarisch zu verarbeiten, indem er es in seiner Bedeutungslosigkeit darstellte. Zudem brachte er die Fußnote, bis dato vornehmlich in wissenschaftlichen Texten zu finden, als literarisches Stilmittel in die Belletristik zurück. 1997 erhielt er den Genius Award der MacArthur Foundation, was neben seinen vielfältigen Begabungen (Literatur, Mathematik, Tennis) Grund dafür sein mag, dass er nicht selten als Genie bezeichnet wurde. Er galt als eines der größten Talente der amerikanischen Literatur. Zahlreiche Veröffentlichungen. David Foster Wallace starb am 12. September 2008.
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