Sophienlust Bestseller 4 – Familienroman, Anne Alexander
Bücher
Anne Alexander

Sophienlust Bestseller 4 – Familienroman

Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise verwaltet mit wahrem Herzblut das spätere Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, mit Erreichen seiner Volljährigkeit, das Kinderheim gehören wird.

In der Reihe Sophienlust Bestseller werden die schönsten Romane dieser wundervollen Erfolgsserie veröffentlicht. Warmherzig, zu Tränen rührend erzählt von der großen Schriftstellerin Patricia Vandenberg.

Denise hilft in unermüdlichem Einsatz Scheidungskindern, die sich nach Liebe sehnen und selbst fatale Fehler begangen haben. Dann wieder benötigen junge Mütter, die den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben, dringend Unterstützung. Denise ist überall im Einsatz, wobei die Fälle langsam die Kräfte dieser großartigen Frau übersteigen. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Doch auf Denise ist Verlass. Jedes Kinderschicksal ist ihr wichtig.

Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht.

Obwohl große Plakate in Diepholz darauf hinwiesen, daß der «weltberühmte Zirkus Mendoza» mit seiner ebenso «berühmten Tierschau» nur für eine Woche vor den Toren der Stadt gastieren würde, war die Besucherzahl weit unter der Erwartung des Zirkusdirektors Mendoza geblieben. Die Frau des Direktors, die aus längst verflossenen Jugendjahren noch immer als die «schöne Flora» auf den Plakaten bezeichnet wurde, obwohl sie ganz gehörig in die Breite gegangen war, schloß die Kassette mit der mageren Einnahme ab und verließ ihren Platz vor dem Eingang des Zeltes. Nach den “Vier Fantinis” war sie an der Reihe, eine Elefantengruppe vorzuführen. Vor Jahren noch hatte die Gruppe aus sechs Elefanten bestanden, doch jetzt mußte sich der Zirkus mit zwei begnügen, und zwar mit der schon alten Elefantenkuh Arabella und der jungen Miranda. Frau Mendoza bemühte sich zwar, mit diesem kärglichen Rest die alten Kunststückchen von früher vorzuführen, aber sie wußte, daß die Zugkraft der Nummer verlorengegangen war. Zirkus im Niedergang, dachte Flora Mendoza pathetisch und traurig zugleich, als sie ihren Wohnwagen betrat, um die Kasse in ein gutgetarntes Versteck zu stellen. Während sie ihre üppige Figur in ein enges, glitzerndes Kostüm zwängte, dachte sie an die Glanzzeit des Zirkus unter ihrem Schwiegervater zurück, der ihn aufgebaut und ihm Weltruhm verschafft hatte, während er jetzt unter der Leitung seines Sohnes ohne dessen Schuld immer mehr verfiel. Die Zeit der Wanderzirkusse ist eben vorbei, dachte sie resignierend und verließ den Wohnwagen. Im Zirkuszelt verbeugten sich die “Vier Fantinis”. Sie waren als Jongleure Könner in ihrem Fach, bekamen aber dennoch nur mäßigen Applaus. “Kein Wunder bei diesem Publikum”, zischte Emilio, der älteste der drei Brüder und Chef der Gruppe, zwischen den Zähnen hervor, während sie sich lässig verbeugten. Er blickte zu seiner Frau Lilli hin, die in ihrem mehr als knappen Kostüm nach allen Seiten tänzelte und Handküßchen verteilte. Zwei Clowns tauchten hinter ihnen auf. Sie bemühten sich, unter Stolpern und Grimassenschneiden die Jongleurutensilien hinauszutragen. Die Kinder bedachten sie mit jubelndem Beifall.
116 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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