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Toni Waidacher

Der Bergpfarrer 254 – Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. “Der Bergpfarrer” wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie “Irrlicht” und “Gaslicht” erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

“Nun mach' doch schon!”, drängte Felix, obwohl sein Vordermann ihn überhaupt nicht hören konnte. Indes wurde der Wagen vor ihm nicht schneller. Im nächsten Augenblick leuchteten sogar seine Bremslichter auf, und auf der Straße ging nichts mehr. Der übliche Feierabendstau war da! Felix Anders atmete auf, als er eine halbe Stunde später endlich vor dem Haus parkte, in dem er ein möbliertes Zimmer bewohnte. Der junge Student jobbte nebenbei in einer Fabrik, die Autozubehör herstellte, und an diesem Freitagabend wollte er sich nach der Arbeit eigentlich noch mit Freunden zum Tennis treffen. Doch irgendwie merkte Felix, dass er keine rechte Lust mehr hatte, als er aus dem kleinen Gebrauchtwagen stieg, den er für wenig Geld auf dem Schrottplatz gekauft und für viel Geld und viele Arbeitsstunden restauriert hatte. Zugegeben, schön war das Ergebnis nicht. Noch nicht, denn das Geld für die notwendige Lackierung musste erst noch verdient werden. und war sogar vom TÜV abgenommen. Der BWL-Student schloss die Haustür auf und ging in den zweiten Stock des Hauses in der Nürnberger Innenstadt hinauf. Die große Wohnung, im obersten Stockwerk, bot mehreren Burschen Platz. Insgesamt acht Zimmer waren möbliert vermietet, dazu gab es eine Gemeinschaftsküche sowie zwei großzügig ausgestattete Bäder. Indes waren es nicht alles Studenten, die hier wohnten. Außer Felix Anders fuhr noch Thorsten Bergmann jeden Morgen zur Uni — wenn er nicht, wie Felix auch, die eine oder andere Vorlesung sausen ließ, um sich ein bissel was dazuzuverdienen. Zwei Mitbewohner arbeiteten auf dem Bau, einer war Musiker am Theater und übte auf seiner Bratsche, wenn die anderen nicht da waren. Einer arbeitete als Lehrer, die letzten beiden waren Ingenieure auf Montage, die nur am Wochenende nach Hause kamen. Alles in allem war es eine bunt gemischte Truppe, und Felix hatte sich schon mehrmals gewundert, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere gut miteinander auskamen. Ihre Vermieterin war Ilse Sander, eine gut situierte Witwe, deren Mann zu Lebzeiten durch den Handel mit Altmetall ein Vermögen angehäuft und das große Haus gekauft hatte.
97 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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