Der Bergpfarrer Classic 21 – Heimatroman, Toni Waidacher
Bücher
Toni Waidacher

Der Bergpfarrer Classic 21 – Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. “Der Bergpfarrer” wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie “Irrlicht” und “Gaslicht” erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Mit klopfendem Herzen ging Valerie Neubauer über den sauber geharkten Kiesweg zum Eingang der Villa. Schon am eisernen Tor hatte ihr der Atem gestockt, und als sie den, in die weiße Mauer eingelassenen, Klingelknopf drückte, da war sie mit einem Mal gar nicht mehr sicher, ob sie diesen Ferienjob, für den sie sich beworben hatte, wirklich noch wollte. Schon von außen konnte man sehen, daß hier bestimmt keine armen Leute wohnten. Alleine das schmiedeeiserne Tor, mit seinen goldenen Verzierungen, mußte ein Vermögen gekostet haben, von dem Haus ganz zu schweigen. Valerie sah es in seiner ganzen Pracht, als sie die Pforte neben dem Tor passiert hatte. Na los, jetzt sei kein Frosch, sagte sie in Gedanken zu sich und marschierte tapfer los. Schließlich brauchst du die Arbeit, auch wenn es nur für zwei Wochen ist. Valerie hatte in einer Münchner Zeitung eine Anzeige entdeckt, in der eine Kinderbetreuung, während eines Urlaubs, für ein siebenjähriges Mädchen gesucht wurde. Von einer sehr guten Bezahlung hatte da auch etwas gestanden. Da die Vierundzwanzigjährige nach ihrer Ausbildung zur Kindergärtnerin immer noch keine Anstellung gefunden hatte, schien ihr dieses Angebot, wie ein Wink des Schicksals. Schnell hatte sie eine Bewerbung geschrieben und heute morgen einen Brief in ihrem Postkasten gefunden, in dem sie zu einem Gespräch mit der Familie Hofer eingeladen wurde. Jetzt, als sie vor der Villa stand, klopfte ihr Herz noch mehr. Hoffentlich stellen sie nicht zu große Ansprüche, ging es ihr durch den Kopf. Viel Erfahrung mit Kindern hab' ich ja net… Viel Zeit zum Überlegen, ob sie wieder kehrtmachen sollte, blieb dem jungen Madel nicht, denn kaum hatte sie die Haustür erreicht, wurde diese auch schon geöffnet, und ein Hausmädchen begrüßte sie freundlich. «Grüß Gott, ich bin Ilona. Sie haben einen Termin mit Herrn Hofer, net wahr?» Valerie nickte. «Bitt' schön, treten S' doch ein. Herr Hofer telefoniert im Moment noch, wird Sie aber gleich empfangen.»
92 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2019

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