Das feuchte Manuskript, Wjatscheslaw Kuprijanow
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Wjatscheslaw Kuprijanow

Das feuchte Manuskript

Ein Schriftsteller findet in einer Flasche ein noch „feuchtes“ Manuskript und bemüht sich um seine Veröffentlichung. Mit brillantem Sprachwitz die utopische und satirische Tradition variierend, schildert Kuprijanow die humoristisch gewendete Misere einer vielfach geplagten früheren Sowjetgesellschaft ( heute Russische Förderation). Vor allem nimmt sein Roman phantasiereich und voll skurriler Ideen die Literaturbürokratie auf die Schippe. Der Ist-Zustand dieser Welt wird im Spiegel einer hintergründigen Gegenwelt als soziales Menetekel erkannt. Doch auch deren Herkunftsmythen lesen sich in den „Aufzeichnungen aus dem Inneren des Areals“ wie komische Varianten gescheiterter Heilssuche. Dennoch übergibt am Ende der utopische Zeuge dem Meer eine hymnische Botschaft. Vor den Händen eines „tausendgesichtigen Bildhauers“ erfährt er die Erde selbst als „feuchtes Manuskript“. In die Zirkusarena aber rollt eine riesige Perle, Geheimnis „aus den Tiefen der menschlichen Seele“. Wjatscheslaw Kuprijanow, geboren 1939 in Novosibirsk. Bauarbeiter, dann Studium der Mathematik und Germanistik. Lebt als Lyriker und Literaturwissenschaftler in Moskau. Übersetzte unter anderem Werke von Hölderlin, Novalis, Rilke, Brecht und Jandl. Mitarbeit an wichtigen Anthologien deutscher und österreichischer Dichtung. 1987 wurde W. Kuprijanow von der literarischen Gesellschaft der jugoslawischen Stadt Vrsac mit dem „Europäischen Literaturpreis“ ausgezeichnet. Außerdem ist er Preisträger mit dem ersten Platz der SWR Jahres-Bestenliste mit seinem Gedicht „Eisenzeitlupe“.
196 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2015

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