Die großen Western Classic 36 – Western, H.C. Hollister
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H.C. Hollister

Die großen Western Classic 36 – Western

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Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen — hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen).

Zweimal hatte Emmet Sullivan die Strecke zwischen der Sweetwaterquelle und dem Canyon bereits abgeritten und war gerade im Begriff, sich eine Zigarette zu drehen, als er den Hufschlag hörte. Sofort steckte er den Tabaksbeutel wieder in die Tasche und zog seinen Wallach herum. Die Reiter waren in der Nacht noch nicht auszumachen, aber sie schienen aus der Hügelfalte jenseits des Zaunes zu kommen, und aus dieser Richtung hatte man auf der kleinen Sweetwater-Ranch nichts Gutes zu erwarten. Emmet Sullivans schmales Gesicht verhärtete sich, als er das Pferd in Trab setzte und zu den Cottonwoods ritt, die sich als eine schwarze Masse aus der Dunkelheit abhoben. Dort würde er jedenfalls Deckung finden und zunächst einmal feststellen können, wen er vor sich hatte. Zudem schützte ihn der Zaun vor einer Überraschung. Erst vor zwei Tagen hatten sie ihn errichtet, und man sah das Glitzern des doppelten Stacheldrahts, wenn der Mond einmal für kurze Zeit hinter den Wolken hervorkam. Der Hufschlag näherte sich rasch. Schon konnte man unterscheiden, daß es sich um mindestens drei Pferde handeln mußte. Emmet Sullivan war inzwischen unter den Bäumen angelangt und saß reglos im Sattel. Dann sah er die Männer, besonders aber den großen Eisenschimmel von Troy Lansing, und wußte, daß der Verdruß nicht mehr aufzuhalten war. Ein Bursche wie dieser Revolvermann ritt nicht bei Nacht ziellos in der Gegend herum, und wenn er zur Sweetwater-Quelle kam, dann bestimmt nur mit einer fest umrissenen Absicht. Mit einem Griff zog Emmet Sullivan sein Gewehr aus dem Scabbard, lud es durch und legte es vor sich auf den Sattel. Hinter dem Zaun hielten sie scheinbar unschlüssig an. Troy Lansings durchdringende Falsettstimme war bis zu den Cottonwoods zu hören, als er etwas zu seinen beiden Begleitern sagte. Es waren Weidereiter der Bar-S-Ranch. Emmet Sullivan kannte ihre Namen nicht. Seitdem der alte Stoddard gestorben war und sein Neffe, Loyd Melrose, die Ranch übernommen hatte, wechselten die Leute rascher, als man sich ihre Gesichter einprägen konnte. Und im Vergleich zu der alten Weidemannschaft waren diese Burschen wie reißende Wölfe. Ein kurzes Stück ritten die Männer am Zaun entlang, bis sie sich auf gleicher Höhe mit den Bäumen befanden.
132 Druckseiten
Ursprüngliche Veröffentlichung
2020

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